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Doch brachte der Hingang des Cyrill dem Theodoret keineswegs eine Besserung seiner Lage. Denn der Nachfolger Cyrills, Dioskur, war ein entschiedener Anhänger des eben im Entstehen begriffenen Monophysitismus und dazu ein gewalttätiger und rücksichtsloser Mann. Die Monophysiten beriefen sich einerseits für ihre Behauptungen mit Vorliebe auf Cyrill und dessen Schriften, und andererseits erblickten sie in Theodoret den gefährlichsten Gegner ihrer neuen Lehre und verfolgten ihn mit grimmigem Hasse. Sie beschuldigten ihn fälschlicherweise, daß er häufig Synoden nach Antiochien berufe und Unfrieden stifte, und verlangten, daß er sich ruhig verhalte und auf die Verwaltung seiner Diözese beschränke. Dioskur aber erwirkte durch Vermittlung des Eutyches und des allmächtigen Ministers Chrysaphius ein kaiserliches Dekret, das dem Theodoret befahl, seine Diözese nicht mehr zu verlassen, eine Weisung, die Theodoret ungemein schmerzte14. Ferner bezichtigten sie ihn des Nestorianismus, daß er in Christus zwei Söhne lehre. Theodoret verteidigte sich gegen den Vorwurf in mehreren Briefen15, richtete selbst an Dioskur ein verbindliches Schreiben, worin er das Symbolum Ephesinum (das Unionssymbolum vom Jahre 433) wiederholt und diejenigen verurteilt, welche die heilige Jungfrau nicht Gottesmutter oder unsern Herrn Jesus Christus einen bloßen Menschen nennen oder denselben in zwei Söhne teilen16.

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