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B. Apologetische Schriften

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Von den apologetischen Werken soll an erster Stelle genannt werden

1. Die Graecarum affectionum curatio seu evangelicae veritatis ex gentilium philosophia cognitio (λληνικν θεραπευτικ πατημάτων εαγγελικς ληθείας ξ λληνικς φιλοσοφίας πίγνωσις) [hellēnikōn therapeutikē patēmatōn ē euangelikēs alētheias ex hellēnikēs philosophias epignōsis], Heilung der heidnischen Krankheiten oder Erkenntnis der evangelischen Wahrheit aus der heidnischen Philosophie46, eine gewandte und sehr gelehrte Verteidigung der christlichen Religion, „die letzte und schönste der antiheidnischen Apologien des Altertums47”. Das Werk wurde veranlaßt durch die Spottreden der Heiden, daß die Apostel ungebildete Leute gewesen, daß die Katechumenen immer nur gemahnt würden zu glauben, daß es lächerlich sei, die Martyrer zu verehren und dergleichen. Theodoret will nun die Vorwürfe der Heiden widerlegen, zugleich aber auch einfältige und schwache Christen vor Erschütterung ihrer Glaubensfestigkeit bewahren48. Er handelt darum in zwölf Büchern von den verschiedenen Grundfragen der Religion, von Gott und der Welt, den Engeln, dem Menschen, von der göttlichen Vorsehung, vom Opfer, von der Heiligen- und Martyrer-Verehrung usw. und stellt dabei immer die christliche Wahrheit dem heidnischen Wahn, die christliche Sitte den heidnischen Gebräuchen gegenüber, um durch diesen Gegensatz die Vorzüge des Christentums in desto hellerem Lichte erscheinen zu lassen und die von den Heiden vorgebrachten Einwendungen desto schlagender zu entkräften49. Die Schrift zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Gelehrsamkeit aus. Die zahlreichen Zitate sind jedoch nicht den Originalien entnommen, sondern hauptsächlich aus der „Evangelischen Beweisführung” des Eusebius von Cäsarea und den „Stromata” des Klemens Alexandrinus geschöpft50. Die Curatio wird von Theodoret seit 449 erwähnt51, ist also jedenfalls vor diesem Jahre entstanden, wahrscheinlich aber schon viel früher verfaßt worden52.

2. Ausgezeichnet durch glänzende Beredsamkeit wie durch kraftvolle Beweisführung sind die zehn Reden über die Vorsehung, „De providentia orationes decem” (περ προνοίας λόγοι δέκα) [peri pronoias logoi deka]53, die wahrscheinlich noch vor dem Konzil von Ephesus (431) gehalten wurden. Sie handeln von der Vorsehung in der physischen (or. 1—5) wie in der moralischen und sozialen Weltordnung (or. 6—9). Der größte Beweis für die Vorsehung Gottes aber ist die Tatsache der Menschwerdung des Sohnes Gottes (or. 10) Verloren gegangen ist

3. Die Schrift „Ad quaesita magorum” (πρς τς πεύσεις τν μάγων) [pros tas peuseis tōn magōn], die sich gegen die persischen Magier wendet, welche die Hauptschuld trugen an der Heftigkeit und langen Dauer der Christenverfolgung unter den Perserkönigen Bahram V. und Jezdegerd II. Theodoret beantwortet und widerlegt in diesem Werke die Fragen und Einwürfe der Magier gegen das Christentum, wie er andrerseits deren religiöse Anschauungen darlegt und bekämpft54.

4. Eine andere ebenfalls verloren gegangene Schrift* „Contra Judaeos”* (πρς ουδαίους) [pros Ioudaious]55 diente dem Nachweise, „daß die Propheten von Christus geweissagt haben56”. Von ihr scheint sich nur ein kurzes Fragment erhalten zu haben in einer Handschrift der Mediceer-Bibliothek in Florenz57.

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