Читать книгу Dreizehn Mörder: Krimi Paket 13 Romane - Alfred Bekker - Страница 63
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Оглавление"Wo soll ich das Zeug hinbringen?", fragte der Eismann, der seinen Lieferwagen etwa eine Stunde später vor Kwatlowskis Ferienhaus geparkt hatte. Er wollte sich schon mit einer Eisstange in der Hand an Kwatlowski vorbei zum Haus hinbewegen, aber Kwatlowski schüttelte den Kopf.
Im Haus konnte er das Eis nicht gebrauchen.
"Dort hinein!", forderte er und deutete dabei auf den Kofferraum seines SLK.
Der Eismann sah ihn ziemlich verdutzt an.
"Ist das Ihr Ernst?"
"Mein voller!"
Zur Bekräftigung öffnete Kwatlowski den Kofferraum. Der Eismann kam herbei und lud die Stange dort ab. Er wischte sich anschließend mit dem Ärmel über die Stirn. "Die anderen auch in den Kofferraum?", vergewisserte er sich.
Kwatlowski nickte kühl.
"Ja."
Insgesamt drei, dicke, quaderförmige Stangen Eis brachte der Eismann dann noch in den Kofferraum des SLK.
"Sie werden sich den Wagen damit verderben", prophezeite der Eismann.
"Das lassen Sie mal meine Sorge sein", erwiderte Kwatlowski kühl.
Der Eismann hob beschwichtigend die Hände. "Ist ja schon gut, ich wollte Ihnen wirklich nicht reinreden, Herr Doktor..."
"Dann lassen Sie es bitte auch!"
"Aber muss man denn da gleich so stinkig werden? Ich hab's ja nur gut gemeint."
Kwatlowski schloss den Kofferraum und bezahlte dann. Der Eismann blickte nachdenklich auf den SLK. "Sie haben 'ne Riesenparty vor sich, was?"
Kwatlowskis Lächeln war dünn. Sein Mund wirkte in diesem Moment fast wie ein Strich. "Ja, so könnte man es bezeichnen..."
"Warum haben Sie keine Getränke bei uns bestellt? Sie hätten dann Rabatt gekriegt."
"Auf wiedersehen."
Augenblicke später fuhr der Eismann davon. Kwatlowski sah dem Lieferwagen nach, bis man ihn vorübergehend nicht mehr sehen konnte. Später, das wusste Kwatlowski, würde er wieder auftauchen und man konnte seinen Weg dann noch eine ganze Weile beobachten.
Kwatlowski griff zum Handy.
Er wählte die Nummer von Tom Balthoff.
"Hier ist Kwatlowski."
"Nanu, wir waren doch erst später verabredet", wunderte sich der Journalist.
"Ich weiß. Aber es hat sich einiges geändert. Wir müssen den Termin etwas vorverlegen. Und der Treffpunkt ist auch nicht mehr derselbe."
"Wenn Sie glauben, Sie können mit mir irgendwelche Tricks versuchen, dann..."
"Das würde ich mir nie erlauben!", versuchte Kwatlowski den Erpresser zu beschwichtigen.
"Sie wissen, was dann passiert."
"Natürlich."
"Also?"
"Sie fahren nicht erst heute Abend um fünf zu meinem Ferienhaus, sondern jetzt. Ich sende Ihnen die Koordinaten eines Parkplatzes mit hervorragender Aussicht. Liegt etwas abseits."
"Gibt es kein Hinweisschild?"
"Nein."
"Ich glaube nicht, dass ich schonmal dort war."
"Wenn Sie Schwierigkeiten mit dem Weg haben, rufen Sie meine Handynummer an. Fragen Sie auf keinen Fall irgend jemanden. Ich bin in der Gegend bekannt wie ein bunter Hund."
Balthoff lachte.
"Ich weiß."
"Kommen Sie zum Treffpunkt. Ich werde Ihnen die anderthalb Millionen übergeben, sofern Sie das belastende Material bei sich haben. Aber beeilen Sie sich!"
"Gut", kam es nach einigem Zögern von der anderen Seite der Leitung.
Kwatlowski triumphierte innerlich.