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Der Fluch der Heiligkeit

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Um ihr zu huldigen, opferten Pilger der Göttin allerdings nicht nur schöne Bastet-Statuetten aus Bronze oder Alabaster, sondern auch Katzenmumien. Dazu wurden Hauskatzen in dafür eingerichteten Stätten in Tempelnähe von Priestern in großen Zahlen gezüchtet – und getötet, oft schon als kleine Kätzchen, wie Analysen erhaltener Mumien zeigten. Offenbar wurden sie gut gefüttert und behandelt, bevor man sie strangulierte, und vor dem Hintergrund, dass sie nach dem Glauben der Ägypter durch die Einbalsamierung nicht für immer starben, sondern später in seligen Gefilden ewiges Leben finden würden, erscheint ihre Tötung in einem anderen Licht.

In Bubastis, aber auch in anderen Orten, wie der alten Nekropole Beni Hasan, wurden Katzenfriedhöfe und -katakomben entdeckt, teils mit Hunderttausenden von Katzenmumien, die ganz unterschiedlich gestaltet waren, manche einfach, andere aufwändig mit Gold verziert. Leider sind nur wenige erhalten, da viele Stätten geplündert wurden und man den archäologischen Wert der Mumien noch nicht erkannte. So wurden einst in Liverpool an einem einzigen Tag (10. Februar 1890) 9,5 Tonnen Katzenmumien als Dünger verkauft. Nur wenige blieben verschont und gingen etwa an das British Museum, wo man sie heute besichtigen kann.

Katzen. 100 Seiten

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