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0 URPI - Tanja Montag, 22. November 2010

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Das URPI war ursprünglich ein Waisenhaus, das vor ca 20 Jahren seine Pforten öffnete. In den 80er und 90er Jahren ging in Peru und vor allem in der Region um Ayacucho eine terroristische Organisation um: Sendero Luminoso. Eigentlich wollten sie Gerechtigkeit unters Volk bringen. Irgendwie sind sie aber vom Weg abgekommen und haben in dieser Zeit 80000 friedliche Einwohner auf dem Land und in der Stadt umgebracht. (Mehr dazu kann man zB auf Wikipedia nachlesen.)

Zu dieser Zeit gab es viele, viele Waisenkinder in der Stadt.

Heute leben im URPI nur zwei Vollwaisen. Die meisten Kinder, die im Moment dort wohnen, kommen aus „schwierigen Familienverhältnissen“ mit Gewalt oder Drogen. Andere wurden einfach von ihren Eltern auf der Straße ausgesetzt. Von wieder anderen Kindern sind die Eltern zum Beispiel im Gefängnis. Manche Kinder gehen am Wochenende zu ihren Eltern. Ziel ist immer die Rückintegration in die Familie oder das Unterbringen der Kinder bei anderen Familienangehörigen.

In der Zeit als wir dort waren kam aber zum Beispiel auch ein neuer Junge. Er hatte früher im URPI gewohnt und kam nach drei Jahren Lima wieder zurück. Die Kinder dort werden alle sehr selbständig erzogen. So wäscht jeder sein eigenes Geschirr ab und sogar die Kleinsten waschen ihre Wäsche selbst. Was wirklich putzig aussieht, wenn ein fünfjähriger fast in der Waschschüssel verschwindet.

Bis auf wenige Ausnahmen werden die Kinder auch alle zur Schule geschickt. Es gibt am Tag außerdem zwei feste Hausaufgabenzeiten. Dabei sind auch Lehrer anwesend, die die Kinder dabei unterstützen oder mit ihnen lesen und schreiben üben. Die Lebensverhältnisse sind dort einfach, aber anständig. Sogesehen geht es den Jungs im URPI besser als manch anderen, die man in der Stadt rumflitzen sieht.

Mit dem Rucksack durch Südamerika

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