Читать книгу Marionette des Teufels - Dagmar Isabell Schmidbauer - Страница 18

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„Sag mal, Hannes, kennst du dich etwa mit der Oper aus?“

„Was heißt auskennen? Ich habe mal im Chor gesungen.“

„Wie? Hier im Theater?“

„Nein, im Kirchenchor.“

„Ach, das hast du mir ja gar nicht erzählt. Als Tenor?“

„Das war als Kind.“ „Ach so. Du, die Eschenbacher hat eine tolle Stimme, findest du nicht?“

„Doch, überhaupt scheint das eine tolle Truppe zu sein. Ich fand sie alle sehr sympathisch – impulsiv, aber sehr nett.“

„Ich bin ganz schön gespannt auf diesen Walter.“ Franziska warf einen kurzen Blick auf das Navi und fuhr dann über die Josef-Strauß-Brücke.

„Reizt er dich?“

Ohne darauf einzugehen sagte Franziska: „Wäre doch interessant zu wissen, wer von den Damen diesem vermeintlichen Lüstling erlegen ist. Ich meine, die sprachen immer nur von anderen Frauen, aber wenn er es angeblich auf Sophia Weberknecht abgesehen hatte, dann hat er es ja vielleicht auch bei der Eschenbacher probiert.“

„Wir sind hier im Blumenparadies gelandet: Tulpenstraße, Geranienweg …“, zählte Hannes auf, während er bereits nach dem richtigen Gebäude Ausschau hielt.

Franziska sah sich interessiert um. Noch immer kannte sie nicht alle Winkel von Passau.

„Nein, das muss noch weiter vorn sein. Hinter der Tankstelle hat Schaffroth gesagt. Schau, da vorne steht ein Lastwagen vom Theater.“

Franziska kreuzte die Bundesstraße und parkte direkt hinter dem Theaterlastwagen. Nachdem sie die zehn Stufen der Metalltreppe hinaufgestiegen waren, klingelte Hannes an der einzigen Haustür neben der Lkw-Rampe. Aber auch nach mehreren Versuchen wurde ihnen nicht geöffnet.

„Weißt du was, wir sollten uns jeden Einzelnen morgen noch einmal in Ruhe vornehmen. Dann sehen wir auch eher, ob die uns nur was vorspielen oder ob wirklich keiner was weiß. Wenn Frau Weberknecht seit einiger Zeit Probleme hatte, dann hat sie doch bestimmt auch mit den anderen darüber geredet und nicht nur mit Schaffroth.“ Franziska nickte. Je länger sie darüber nachdachte, desto wahrscheinlicher schien ihr ihre Idee. „Na, und wenn nicht, dann haben sie ja vielleicht wenigstens etwas gemerkt und wollten das heute einfach nicht sagen. Ich hatte nämlich das Gefühl, da wollte jeder ein bisschen cooler sein als der andere.“

***

Marionette des Teufels

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