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7.2.2 Hunde auf einer Pflegestelle

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Bei Pflegestellen handelt es sich um Menschen, die in Deutschland, Österreich, der Schweiz oder einem anderen Land, gelegentlich auch im Herkunftsland des Hundes leben und Hunde aus dem Süden vorübergehend aufnehmen. Die Pflegestelle übernimmt dabei die ganz wichtige Aufgabe, neben der allgemeinen Pflege und Betreuung der Hunde, diese auf das neue Leben in einer Familie vorzubereiten. Dazu zählt u.a., die Scheu und Ängste bei den zu vermittelnden Hunden abzubauen, sie an möglichst viele Alltagssituationen heran zu führen und ihnen Grundverhaltensweisen zu vermitteln, die im Zusammenleben mit dem Menschen nötig sind. Denken Sie daran, die meisten der Hunde aus dem Süden waren einmal Streuner, die entweder nichts oder nur ganz wenig vom Zusammenleben mit Menschen kennen gelernt haben oder es sind Hunde, die misshandelt bzw. sehr schlecht gehalten wurden! Die meisten dieser Hunde sind sehr gelehrig und bereit für Neues. Ein Hund will seinem Menschen gefallen und tut hierfür alles, was ihm möglich ist. Diese Tatsache nutzend, ist es möglich, auch Hunde aus dem Süden an das Familienleben anzupassen. Die Pflegestellen erledigen hier überwiegend eine sehr wichtige, verantwortungsvolle und wertvolle Aufgabe. Das bedeutet aber nicht, dass man von einer Pflegestelle einen „fertigen“ Hund bekommt, der alles kann und immer richtig reagiert. Dass, was die Pflegestellen einmal begonnen haben, muss der neue Besitzer dann aus eigener Kraft fortsetzen und zwar tagtäglich und ein Hundeleben lang.

Hunde auf Pflegestellen findet man ebenfalls über das Internet, überwiegend auf den Seiten der jeweiligen Tierschutzorganisation. Es gibt aber auch Internetportale, die zusammengefasst Hunde von vielen Tierschutzorganisationen und deren Pflegestellen vorstellen. 3 Portale seien an dieser Stelle als Beispiele genannt. Eines der wohl ältesten Tiervermittlungsportale dürfte „tiere-in-not.de“ sein. Weitere sind „zergportal.de“ und „couch-gesucht.de“. Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Portale, die man über die bekannten Suchmaschinen findet.

Außerdem gibt es noch die Mund-zu-Mund-Propaganda. Die Reichweite ist hier jedoch sehr begrenzt und man wird wohl eher selten jemand auf der Straße oder im Park treffen, der einen passenden Hund zu vermitteln hat oder anders herum, einen sucht.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, in Presse und Funk zu schauen, ob dort Hunde aus dem Süden zur Adoption angeboten werden. Manche regionalen Fernsehsender strahlen Sendungen zur Tiervermittlung aus. Genannt sei hier als Beispiel der WDR mit seiner Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“. Hier werden sowohl Hunde aus deutschen Tierheimen, vorrangig aus Nordrhein-Westfalen, als auch einige Hunde aus dem Süden vorgestellt.

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