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Die Unachtsamkeit der Zuhörer, und die sorglose Leichtfertigfeit der Leser geräth durch die Worte des Ausspruches des Herrn in Verwirrung. Denn da er sagte: „Wer an mich glaubt, der wird nicht gerichtet,“ nahm er die Gläubigen von dem Gerichte aus; und indem er hinzusetzte: „Wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet,“ gestattete er den Ungläubigen nicht den Zutritt zu dem Gerichte. Nahm er also die Gläubigen aus, und wies er die Ungläubigen zurück, indem weder gegen diese, noch gegen jene das Loos des Gerichtes gestattet wird, wie kann man dann annehmen, daß er mit sich in dem übereinstimme, was er als das dritte anführt: „Eben daher aber kommt das Gericht, daß die Menschen, obwohl das Licht in die Welt kam, die Finsterniß mehr liebten, als das Licht.“ Denn es kann kein Gericht mehr Statt finden, weil weder die Ungläubigen, noch die Gläubigen gerichtet werden. Und dieses wird zwar unachtsamen Zuhörern und sorglosen Lesern so zu seyn scheinen; allein schon der Inhalt der Worte selbst faßt den eigentlichen Sinn und die Bedeutung des Ausspruches in sich.

Abhandlungen über die Psalmen, Band 1

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