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»DU BIST VERRÜCKT, MEIN KIND, DU MUSST NACH BERLIN«

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Es war Ostern 2013 in Berlin, und ich erwartete jeden Augenblick Besuch von meinen besten Freunden Alessandro, Amir, Richard, Martin und Tom. Wir hatten uns in meiner kleinen Wohnung in Berlin-Moabit verabredet. Snacks und Getränke hatte ich vorbereitet und ein paar Outfit-Ideen für die Nacht aufs Bett gelegt. Wir wollten gemeinsam ausgehen, in den berühmt-berüchtigten KitKatClub. Der Abend stand unter dem Motto »Sports Night«, und wir waren in sportlicher Laune nach unseren wöchentlichen Trainingseinheiten auf dem Volleyballfeld. Zusammen mit ein paar weiteren Berliner Volleyballern, allesamt Mitglieder im Berliner Sportverein für Schwule und Lesben, kurz Vorspiel SSL Berlin e. V., spielten wir auf Turnieren gegen andere LGBTQ+-Sportvereine aus ganz Europa.

Madonna sang gerade eine Ballade, als es an der Tür klingelte. Alessandro und Amir waren die Ersten. Wir drei strahlten um die Wette, als Amir eine Flasche Prosecco hinter seinem Rücken hervorzauberte. Aus ihm, einem gebürtigen Berliner mit türkischen Wurzeln, platzten Klatsch und Tratsch schon mit dem ersten Schritt über die Türschwelle heraus. Ich spürte, wie sehr er sich darauf freute, mit uns gemeinsam auszugehen. Mit einem Glas Prosecco ließ er sich auf mein Bett fallen, drehte sich auf den Bauch und bewegte seine Beine in der Luft hin und her. Alessandro, ein ruhiger, gebürtiger Italiener, der in Berlin Mode und Fashion Design studierte, setzte sich auf meine Couch. Ihn interessierte das neue Design-Magazin, das auf dem Beistelltischchen lag. Wir drei hatten uns beim Volleyballspielen kennengelernt und dabei sehr schnell bemerkt, dass wir nicht nur auf dem Spielfeld harmonierten.

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Karl in »seiner« Stadt: Berlin

Kurz darauf standen auch Tom, Martin und Richard vor der Tür. Unser Team für den Abend war komplett. Wir quatschten alle wild durcheinander, einige von uns tanzten zwischendurch zu Lady Gaga, und Alessandro inspizierte meine Outfits. Selten war meine Auswahl gut genug für eine Partynacht mit ihm, schon jetzt war er eben eine echte Fashion-Ikone. Tom und Martin waren ein Paar und die organisatorischen und kreativen Köpfe hinter dem SchwuZ, meinem queeren Lieblingsclub in Berlin. Dort hatte ich die beiden und auch Richard kennengelernt, und so entwickelte sich das SchwuZ zu meiner Stammkneipe, natürlich auch wegen meiner Jungs.


QUEERE NÄCHTE IN BERLIN

Daan und ich haben uns im KitKatClub kennengelernt, gehen gelegentlich ins Berghain und lassen gern Dampf ab in der Schwulensauna Boiler. Natürlich gehört auch ein Besuch im Prinzknecht in Schöneberg oder im SchwuZ dazu. Pop-up-Partys und Kunstinstallationen machen Berlin zur Partyhauptstadt mit dem wohl besten queeren Nachtleben weltweit.

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