Читать книгу Die HelpFinder Bibel - SCM R.Brockhaus - Страница 20
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Rache siehe Gerechtigkeit
Rassismus siehe auch Ablehnung, Armut, Fairness, Gleichwertigkeit, Nächster/der Nächste, Vorurteile und Spekulation, Würde
Rassismus ist die hässliche menschliche Neigung, andere zu fürchten oder zu hassen, weil ihre Hautfarbe oder Kultur eine andere ist als die eigene. Dabei vergessen wir, dass unsere Hautfarbe und Kultur ebenso eine andere ist als die ihre. Im Alten Testament finden wir einerseits Warnungen an das Volk Gottes, sich mit fremden Völkern zu vermischen, weil ihre Kulturen und Religionen nicht nachahmenswert sind (siehe z. B. Kinderopfer), gleichzeitig gehört ein fairer und liebevoller Umgang mit den Fremden zu den Geboten eines gottgefälligen Lebens. Das Neue Testament lehrt deutlich, dass alle Ethnien und Kulturen von Gott geschaffen sind und dass Christus für alle Menschen starb, unabhängig von ihrer Herkunft, Kultur oder ihrem Geschlecht.
Was sagt die Bibel über Rassismus?
Johannes 4,9: Sie erwiderte: »Du bist ein Jude und ich bin eine Samaritanerin. Warum bittest du mich, dir zu trinken zu geben?«
Obwohl die Samaritaner von den Juden als Mischvolk verachtet und verhasst waren, ließ Jesus sich auf eine Unterhaltung mit einer Samariterin ein, die ihr Leben veränderte. Für ihn gab es keinen Grund, das nicht zu tun.
Lukas 10,33: Schließlich näherte sich ein Samaritaner. Als er den Mann sah, empfand er tiefes Mitleid mit ihm.
Jesus irritierte seine Zuhörer, als er ihnen einen verachteten Samaritaner als Helden einer seiner Gleichnisse präsentierte. Damit stellte er klar, dass die Herzenshaltung viel wichtiger ist als die Herkunft.
Kolosser 3,11: Es kommt in diesem neuen Leben nicht darauf an, ob ihr Jude oder Grieche … seid. (S. Anmerkung auf S. 1957)
Die Kirche von Jesus Christus ist dazu aufgerufen, allen Menschen bedingungslose Liebe entgegenzubringen und ihre Gleichwertigkeit anzuerkennen.
Epheser 2,14: Denn Christus selbst brachte Frieden zwischen den Juden und den Menschen aus allen anderen Völkern, indem er uns zu einem einzigen Volk vereinte. Er hat die Mauer der Feindschaft, die uns früher trennte, niedergerissen.
Christus starb, um alle Schranken der Feindschaft einzureißen, die von der Sünde zwischen den Menschen errichtet wurden.
Galater 3,28: Nun gibt es nicht mehr Juden oder Nichtjuden, Sklaven oder Freie, Männer oder Frauen. Denn ihr seid alle gleich – ihr seid eins in Jesus Christus.
Die Gegenwart Christi im Leben seiner Nachfolger macht uns alle eins in ihm, unabhängig von Geschlecht und ethnischer oder sozialer Herkunft.
Was sagt die Bibel über ethnische oder kulturelle Vorurteile?
Lukas 10,33: Schließlich näherte sich ein Samaritaner. Als er den Mann sah, empfand er tiefes Mitleid mit ihm.
Johannes 4,9: Die Frau war überrascht, denn sonst wollen die Juden nichts mit den Samaritanern zu tun haben.
Apostelgeschichte 10,28: [Petrus] erklärte ihnen: »Ihr wisst, dass es mir nach jüdischem Gesetz verboten ist, mit einem Angehörigen eines fremden Volkes zusammenzukommen oder ein nichtjüdisches Haus wie dieses zu betreten. Aber Gott hat mir gezeigt, dass ich niemanden für unrein halten darf.«
Apostelgeschichte 10,34-35: Da erwiderte Petrus: »Jetzt weiß ich, dass es wahr ist: Gott macht keine Unterschiede zwischen den Menschen. In jedem Volk nimmt er jene an, die ihn achten und tun, was gerecht ist.«
Apostelgeschichte 11,18: Als die anderen das hörten, beruhigten sie sich und fingen an, Gott zu loben. Sie sagten: »Also schenkt Gott allen Menschen die Möglichkeit zur Umkehr, damit sie leben können.«
Jesus durchbrach die abwertenden Stereotypen der Menschen seiner Zeit. Er überschritt die Grenzen ethnischer und geschlechtlicher Vorurteile und Trennungen, um zu zeigen, dass er alle Menschen als gleichwertig achtete. Gott hat uns unterschiedlich erschaffen, sodass wir uns gegenseitig ergänzen und in der Zusammenarbeit vollkommenere, schönere und wirkungsvollere Ergebnisse erzielen können. Die harmonische Zusammenarbeit in einer Gruppe unterschiedlicher Menschen ist eine der mächtigsten Kräfte in dieser Welt.
Johannes 1,46: »Aus Nazareth!«, rief Nathanael aus. »Kann denn aus Nazareth etwas Gutes kommen?« Philippus antwortete: »Komm mit und überzeuge dich selbst.«
Sei niemandem gegenüber voreingenommen aufgrund seines Geburtsortes oder seiner Herkunft. Auf der anderen Seite des Zauns mag es schlechter aussehen als hier, aber Gott lebt auf beiden Seiten des Zauns.
Wie kann ich meine Vorurteile überwinden?
1. Samuel 16,7: Lass dich nicht von seinem Äußeren oder seiner Größe blenden … Der HERR entscheidet nicht nach den Maßstäben der Menschen! Der Mensch urteilt nach dem, was er sieht, doch der HERR sieht ins Herz.
Jesaja 53,2: Er wuchs vor ihm auf wie ein Spross; er entsprang wie eine Wurzel aus trockenem, unfruchtbarem Land. Sein Äußeres war weder schön noch majestätisch, er hatte nichts Gewinnendes, das uns gefallen hätte.
Sei niemandem gegenüber voreingenommen aufgrund seines Aussehens. Wir haben so viele Vorurteile – gegen dicke Menschen, kleine Menschen, dünne Menschen, hässliche Menschen, schwarze Menschen, weiße Menschen, People of Color, Menschen mit Pigmentstörungen, kahlköpfige Menschen – die Liste ist endlos. Die wahre Person ist jedoch im Inneren zu finden.
Esther 3,5-6: Als Haman [das] bemerkte … packte ihn Wut. Doch es genügte ihm nicht, nur Mordechai etwas anzutun. Da man ihn inzwischen auch über Mordechais Volkszugehörigkeit unterrichtet hatte, plante er, alle Juden im ganzen Königreich von Ahasveros als Volk Mordechais zu vernichten. (S. Anmerkung auf S. 1083)
Sei niemanden gegenüber voreingenommen aufgrund der Gruppe oder eines anderen Mitglieds der Gruppe, aus der er oder sie kommt. Wir bilden uns oft eine Meinung über ganze Menschengruppen, sei es auf nationaler, kirchlicher oder lokaler Ebene, aufgrund der Taten eines einzelnen Mitglieds.
Sprichwörter 14,20-21: Die Armen werden selbst von ihren Nachbarn verachtet; doch die Reichen haben viele Freunde. Es ist Sünde, einen anderen Menschen zu verachten, glücklich ist, wer dem Armen hilft!
Sprichwörter 14,31: Wer den Armen unterdrückt, beleidigt seinen Schöpfer, wer aber dem Armen hilft, ehrt Gott.
Jakobus 2,9: Wenn ihr aber einen Menschen bevorzugt, werdet ihr schuldig, denn ihr missachtet dieses Gesetz.
Sei niemandem gegenüber voreingenommen aufgrund seiner finanziellen Lage. Ein Reicher und ein Armer betreten eine Kirche – wen wird man herzlicher willkommen heißen? Ein Reicher und ein Armer äußern sich in einem kirchlichen Gremium – wen wird man ernst nehmen?
Matthäus 18,10: Hütet euch davor, auf ein einziges dieser Kinder herabzusehen. Denn ich sage euch, dass ihre Engel im Himmel meinem himmlischen Vater stets besonders nahe sind.
Wie oft hast du schon die Worte gehört: »Das sind doch nur Kinder!«? Wir haben selten Zeit für die Kinder. Wir nehmen sie weniger ernst als Erwachsene. Dabei sind Kinder die wahren VIP’s dieser Erde, denn die Zukunft liegt in ihren Händen.
1. Timotheus 4,12: Niemand soll dich gering schätzen, nur weil du jung bist.
1. Timotheus 5,1: Sprich nie unhöflich mit einem älteren Mann, sondern ermahne ihn mit allem Respekt, als wäre es dein eigener Vater. Mit den jüngeren Männern sprich, als wären es deine Brüder.
Sei niemandem gegenüber voreingenommen aufgrund seiner Jugend oder seines Alters. Die Zukunft gehört der Jugend; dem Alter gebührt die Ehre, uns bis hierher gebracht zu haben. Die Jugend kann die Welt erobern. Das Alte hat Erfahrung mit Sieg und Niederlage. Wir sollten jeden für seinen Beitrag würdigen.
Markus 6,2-3: Wo hat er nur diese Weisheit her und die Macht, solche Wunder zu tun? Er ist doch nur ein Zimmermann, der Sohn Marias.
Sei niemandem gegenüber voreingenommen aufgrund seines Berufs. Gott schreibt nie Familien oder ganze Berufsgruppen ab. Vielleicht beschloss Jesus deswegen, in der Familie eines Zimmermanns zur Welt zu kommen, und nicht im Haus eines Königs. Gott liebt jeden Menschen, ungeachtet seines Berufs.
Markus 6,4: Da sagte Jesus zu ihnen: »Ein Prophet wird überall verehrt, nur nicht in seiner eigenen Heimatstadt, von seinen Verwandten und von seiner eigenen Familie.«
Sei niemandem gegenüber voreingenommen, weil er dir nahesteht. Manchmal verachten wir gerade das, was wir zu gut kennen, denn wir verlieren die Achtung vor der Person. Stattdessen sollten wir jemandem, den wir gut kennen, umso mehr Respekt entgegenbringen, wenn er oder sie ein ehrliches Leben führt. Die Menschen der Heimatstadt von Jesus erlebten den Sohn Gottes in ihrer Mitte, doch sie weigerten sich ihn anzuerkennen, weil sie seine Familie und sein Herkunftshaus zu gut kannten (oder zu kennen glaubten).
Josua 22,11-12: Als das übrige Israel hörte, dass sie … einen Altar errichtet hatten, kam die ganze Gemeinde bei Silo zusammen und rüstete zum Kampf gegen ihre Bruderstämme.
Urteile nicht vorschnell, bevor du alle Fakten kennst. Die westlichen Stämme hatten gehört, dass die östlichen Stämme einen Altar gebaut hatten. Sofort schlossen sie daraus, dass sie den Altar gebaut hatten, um gegen Gott zu rebellieren. Stattdessen hatten sie ihn zur Ehre Gottes gebaut. Hätten sie nicht zunächst eine Abordnung geschickt, um die Angelegenheit zu untersuchen, wäre ein Krieg ausgebrochen. Aufgrund einer einzigen Handlung entstand bei den westlichen Stämmen ein Vorurteil, das furchtbare Zerstörung hätte anrichten können.
Zusagen von Gott
Galater 3,28: Nun gibt es nicht mehr Juden oder Nichtjuden … ihr seid eins in Jesus Christus.
Rat siehe auch Entscheidungen, Weisheit, Wille Gottes
Was soll ich tun? Diese Frage wird gerade heute häufig gestellt. In einer Zeit vieler sich widersprechender Behauptungen und verwirrender Anweisungen wird guter Rat notwendiger denn je. Vielleicht sind Berater deshalb heute so gefragt und Ratgeberkolumnen in jeder Zeitung zu finden. Es gibt jedoch einen entscheidenden Unterschied zwischen weisem Rat und schlechten Empfehlungen, die zu nichts Gutem führen. Gottes Weisheit ist von allen die beste, denn sie entspringt einer Perspektive der letzten Wahrheit und Ewigkeit. Wer würde nicht gerne mit jemandem sprechen, der genau weiß, was morgen und an jedem kommenden Tag geschehen wird? Wir wären gut beraten, wenn wir öfter in der Quelle göttlicher Weisheit nach Rat suchen würden: bei Gott und in seinem Wort.
Wo sollte ich nach guten Ratschlägen suchen?
1. Samuel 8,6: Samuel war sehr ärgerlich über ihre Bitte, ihnen einen König zu geben, um über sie Recht zu sprechen und fragte den HERRN um Rat.
Hiob 12,13: Doch bei Gott allein ist wahre Weisheit und Macht vorhanden, Rat und Einsicht sind nur bei ihm zu finden.
Psalm 32,8: Ich will dir Verständnis geben und den Weg weisen, den du gehen sollst. Ich will dich beraten – mein Auge ruht auf dir.
Jakobus 1,5: Wenn jemand unter euch Weisheit braucht, weil er wissen will, wie er nach Gottes Willen handeln soll, dann kann er Gott einfach darum bitten. Und Gott, der gerne hilft, wird ihm bestimmt antworten, ohne ihm Vorwürfe zu machen.
Psalm 119,105: Dein Wort ist eine Leuchte für meinen Fuß und ein Licht auf meinem Weg.
Kolosser 3,16: Gebt den Worten von Christus viel Raum in euren Herzen. Gebraucht seine Worte weise, um einander zu lehren und zu ermahnen.
Suche Rat bei Gott im Gebet und beim Lesen seines Wortes, der Bibel.
Johannes 16,13: Doch wenn der Geist der Wahrheit kommt, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Er wird nicht seine eigenen Anschauungen vertreten, sondern wird euch sagen, was er gehört hat. Er wird euch von dem erzählen, was kommt.
Gott gab uns seinen Sohn als einen Berater; sowohl Jesu Leben als auch seine Worte geben uns gute Weisung. Gott gab uns auch den Heiligen Geist, der »Ratgeber« genannt wird. Er ist immer bei dir, um dir Weisheit zu geben und dich in jeder Situation zu leiten.
1. Mose 6,9: Noah war ein Gerechter, der einzige fehlerlose Mensch, der damals auf der Erde lebte. Er lebte in enger Gemeinschaft mit Gott.
1. Könige 12,8: Doch Rehabeam verwarf den Rat der erfahrenen Berater und holte stattdessen die Meinung der jungen Männer ein, die mit ihm zusammen aufgewachsen waren und ihm jetzt dienten.
Die Familie und Freunde können ausgezeichnete Ratgeber sein, da sie uns und unsere Lebensumstände oft gut kennen. Dennoch sollte man ihren Rat kritisch prüfen, da Verwandtschaft und emotionale Nähe nicht die besten Voraussetzungen für guten Rat sind. Zudem sind sie keine Garantie, dass der Rat Gottes Willen entspricht.
Sprichwörter 12,26: Die Gottesfürchtigen geben ihren Freunden guten Rat.
Suche Rat von Menschen, die treu, gottgefällig, ehrlich und vertrauenswürdig sind. Bei ihnen kannst du davon ausgehen, dass ihr Rat sich aus dem Wort Gottes speist.
Warum brauche ich überhaupt Rat von anderen? Kann ich mich nicht auf meine eigene Weisheit verlassen?
Sprichwörter 12,15: Nur Narren glauben, sie bräuchten keinen Rat, weise Menschen aber hören auf andere. (S. Anmerkung auf S. 1251)
Weisheit beinhaltet auch die Erkenntnis der eigenen Unvollkommenheit. Dummheit glaubt, sie sei perfekt. Es ist weise, unsere Begrenzungen anzuerkennen, anstatt sie in einem ungünstigen Moment zu entdecken.
Sprichwörter 25,11: Ein gutes Wort zur rechten Zeit ist so lieblich wie goldene Äpfel in einem silbernen Korb.
Wenige Dinge sind so wertvoll wie ein guter Rat zur rechten Zeit.
Wie kann ich den Rat beurteilen, den ich von anderen bekomme?
2. Chronik 22,4: [Ahabs Familie war] als Ratgeber zu ihm gekommen und [sie] hatten ihn ins Verderben geführt.
Matthäus 7,16: Ihr erkennt sie an ihrem Verhalten, so wie ihr einen Baum an seinen Früchten erkennt.
2. Johannes 9-10: Denn wer über die Lehre von Christus hinausgeht, wird keine Gemeinschaft mit Gott haben. Aber wer der Lehre von Christus treu bleibt, wird sowohl mit dem Vater als auch mit dem Sohn verbunden sein.
Es ist wichtig, sich von Menschen Rat zu holen, die Gott respektieren. Wenn du ihren Rat beurteilst, prüfe ihn anhand von Gottes Wort. Wenn er dem widerspricht, was die Bibel sagt, folge ihm auf keinen Fall.
Wie kann ich ein guter Ratgeber für andere sein?
1. Samuel 3,19: Als Samuel heranwuchs, war der HERR mit ihm, und ließ alle Voraussagen Samuels eintreffen.
Die Menschen hörten auf Samuel, weil er etwas Bedeutendes zu sagen hatte. Aber Samuel konnte nur etwas Bedeutsames sagen, weil er einen guten Ratgeber hatte – Gott selbst.
Philipper 4,8: Konzentriert euch auf das, was wahr und anständig und gerecht ist. Denkt über das nach, was rein und liebenswert und bewunderungswürdig ist, über Dinge, die Auszeichnung und Lob verdienen.
Wenn du andere berätst, achte auf deine Beweggründe, weise sie auf Gottes Wort hin und gebrauche den Rat nicht als Anlass, ihnen einen Vortrag zu halten. Bete darum, das Richtige zu sagen, und behalte im Blick, was dem anderen dient. Worte sind wie Medizin – sie sollten maßvoll ausgeteilt werden, denn eine Überdosis kann mehr schaden als nutzen.
Psalm 1,1: Glücklich ist der Mensch, der nicht auf den Rat der Gottlosen hört, der sich am Leben der Sünder kein Beispiel nimmt und sich nicht mit Spöttern abgibt.
Schlechtem Rat zu folgen, führt zu Leid und Verderben, raubt uns Freude und Glück. Gottgefälliger Rat führt zu guten Ergebnissen und vermehrt unsere Freude.
Zusagen von Gott
Psalm 32,8: Ich will dir Verständnis geben und den Weg weisen, den du gehen sollst. Ich will dich beraten – mein Auge ruht auf dir.
Sprichwörter 18,4: Die Worte eines Menschen sind wie tiefe Wasser, lebendig wie ein sprudelnder Bach und wie eine Quelle der Weisheit.
Rechenschaft siehe auch Disziplin, Grenzen, Hingabe, Prioritäten, Selbstbeherrschung, Überzeugung
Rechenschaft zu geben bedeutet, einem anderen von dir zu berichten – wo du gewesen bist, was du getan hast, mit wem du unterwegs warst, wie du eine bestimmte Aufgabe ausführen willst oder was deine Absichten sind. Derjenige, dem du Rechenschaft gibst, hat die Berechtigung, diesen Bericht von dir zu fordern. Einen umfassenden Bericht über unser Tun und Lassen zu geben, widerstrebt uns meist. Wir fühlen uns bedrängt und befürchten, dass man uns dazu zwingt, die dunklen Ecken unseres Lebens aufdecken zu müssen, die wir lieber verborgen gehalten hätten.
Auch wenn echte Rechenschaft unangenehm sein kann, ist sie doch notwendig, denn sie sorgt dafür, dass wir auf dem ehrlichen, aufrechten Weg bleiben. Sie hält uns dazu an zu tun, was getan werden muss, selbst wenn wir uns lieber davor drücken würden. Wenn wir uns vor niemandem verantworten müssten, wären wir dann nicht in der Gefahr, einfach unseren eigenen Wünschen zu folgen anstatt Gottes Wegen? Vorgesetzten gelingt es mal mehr, mal weniger gut, von ihren Angestellten Rechenschaft zu fordern. Eltern gehen verschiedene Wege, ihre Kinder zur Verantwortlichkeit zu erziehen. Wie gut gelingt es dir, vor anderen Rechenschaft abzulegen? Wenn wir uns unbeobachtet glauben oder keine kritischen Fragen befürchten müssen, ist es leicht, unseren eigenen Wünschen zu folgen, und wir werden anfälliger dafür, ungute Wege einzuschlagen. Gott sieht uns jedoch jederzeit und zieht uns zur Verantwortung für unser Tun. Dabei sind seine Absichten immer rein. Er will uns dazu anleiten, so zu handeln, wie es gut für uns ist. Es ist also sinnvoll, danach zu fragen, was er von uns will.
Wofür bin ich Rechenschaft schuldig?
Johannes 3,18-19: Wer an ihn glaubt, wird nicht verurteilt. Wer aber nicht an ihn glaubt, ist schon verurteilt, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat. Und so vollzieht sich das Gericht: Das Licht ist vom Himmel in die Welt gekommen, aber sie liebten die Dunkelheit mehr als das Licht, weil ihre Taten böse waren.
Johannes 3,36: Und alle, die an den Sohn Gottes glauben, haben das ewige Leben. Doch die, die dem Sohn nicht gehorchen, werden das ewige Leben nie erfahren, sondern der Zorn Gottes liegt weiterhin auf ihnen.
Matthäus 3,8: Beweist durch euren Lebenswandel, dass ihr eure Sünden hinter euch gelassen und euch Gott zugewandt habt.
Wir sind verantwortlich für unseren Ungehorsam Gott gegenüber.
2. Könige 12,16: Sie brauchten keine Abrechnungen vorzulegen; es waren ehrliche Arbeiter.
2. Könige 22,7: Die Aufseher brauchen keine Rechenschaft über das Geld, das sie erhalten, abzulegen, denn sie sollen auf Treu und Glauben handeln.
Wir sind für unseren Charakter verantwortlich.
Sprichwörter 5,12-13: Warum habe ich nicht auf meine Lehrer gehört? Warum bin ich nicht dem Rat derer gefolgt, die mich unterwiesen haben?
Wir sind für unser geistliches Wachstum verantwortlich.
Matthäus 12,36: Ich sage euch: Am Tag des Gerichts müsst ihr euch für jedes böse Wort, das ihr sagt, verantworten.
Wir sind für unser Reden verantwortlich.
Lukas 12,43-47: Glücklich dran ist der Diener, wenn der Herr zurückkommt und feststellt, dass er seine Sache gut gemacht hat … Wenn der Diener jedoch denkt: »Mein Herr wird noch lange nicht zurückkommen«, und anfängt, die anderen Diener herumzukommandieren, Feste zu feiern und sich zu betrinken … Der Diener wird hart bestraft werden, denn er hat seine Pflichten nicht erfüllt, obwohl er den Willen seines Herrn kannte.
Wir sind für die Aufgaben verantwortlich, die uns anvertraut wurden.
1. Timotheus 6,17: Sag allen, die in dieser gegenwärtigen Welt reich sind, sie sollen nicht stolz sein und nicht auf ihr Geld vertrauen, das bald vergehen wird. Stattdessen sollen sie ihr Vertrauen auf den lebendigen Gott setzen, der uns alles reichlich gibt, was wir brauchen, damit wir uns daran freuen und es genießen können.
Lukas 16,11: Wenn ihr bei weltlichem Besitz nicht vertrauenswürdig seid, wer wird euch die wahren Reichtümer des Himmels verwalten lassen?
Psalm 90,12: Lehre uns, unsere Zeit zu nutzen, damit wir weise werden.
Epheser 5,15-16: Achtet sorgfältig darauf, wie ihr lebt; handelt nicht unklug, sondern bemüht euch, weise zu sein. Nutzt jede Gelegenheit, in diesen üblen Zeiten Gutes zu tun.
Wir sind für die Ressourcen verantwortlich, die uns anvertraut wurden, also dafür, wie wir unser Geld, unsere Zeit, Energie und Begabungen einsetzen.
Wie kann ich lernen, angemessen Rechenschaft abzulegen?
Psalm 119,9.66: Wie kann ein junger Mensch in seinem Leben rein von Schuld bleiben? Indem er sich an dein Wort hält und es befolgt … Klugheit und Erkenntnis schenke mir, denn ich vertraue deinen Geboten. (S. Anmerkung auf S. 1217)
Psalm 1,1: Glücklich ist der Mensch, der nicht auf den Rat der Gottlosen hört.
Sprichwörter 27,6: Wunden, die ein Freund geschlagen hat, sind besser als Küsse von einem Feind.
Um verantwortliches Handeln einzuüben, verpflichte dich dazu, Gottes Gebote zu befolgen, wie sie als gute Lebensregeln in seinem Wort dargestellt werden. Gleichzeitig umgib dich mit weisen Freunden, denen du frei und sicher Rechenschaft über dein Tun ablegen kannst.
Was geschieht, wenn ich keine Rechenschaft gebe?
Richter 17,6: Damals hatte Israel noch keinen König, deshalb tat jeder, was er für richtig hielt.
1. Samuel 13,11-12: Saul antwortete: »… du bist nicht zum vereinbarten Zeitpunkt erschienen … So sah ich mich gezwungen, das Brandopfer selbst darzubringen.« (S. Anmerkung auf S. 819)
Wenn wir keine Rechenschaft ablegen, ist die Gefahr groß, dass wir uns von der Sünde verführen lassen. Die Konsequenzen werden nicht nur uns schaden, sondern auch vielen anderen.
Wie finde ich Menschen, vor denen ich Rechenschaft ablegen kann?
1. Könige 12,8-11: Doch Rehabeam verwarf den Rat der erfahrenen Berater und holte stattdessen die Meinung der jungen Männer ein, die mit ihm zusammen aufgewachsen waren und ihm jetzt dienten … Die jungen Männer, die mit ihm aufgewachsen waren, antworteten »… Mein Vater hat euch schwere Lasten auferlegt, doch ich werde noch viel mehr von euch verlangen.«
2. Mose 18,21-22: Aber wähle ein paar fähige, gottesfürchtige und zuverlässige Männer aus, die unbestechlich sind … Verschaffe dir doch Erleichterung, dadurch dass sie dir ein Stück deiner Last abnehmen.
Freunde sind nicht immer gute Ratgeber, vor allem, wenn ihr Rat sich nicht an Gottes Wort orientiert oder wenn sie sich scheuen, dir zu widersprechen. Wähle Ratgeber deshalb nicht nur danach aus, wie sehr du sie magst, sondern schau genau auf ihren Charakter und auf das, was ihr Rat bei anderen bereits bewirkt hat.
Wie werde ich ein guter Ratgeber, dem andere Rechenschaft geben?
Titus 1,7-8: Er darf nicht überheblich oder jähzornig sein … Er soll … besonnen und gerecht sein. Sein Leben soll Gott gefallen und maßvoll sein.
Wenn du anderen dienen und von ihnen Rechenschaft nehmen willst, solltest du weise, ehrlich und vertrauenswürdig sein und dein Leben nach Gottes Maßstäben ausrichten.
Ist es wirklich so wichtig, vor anderen Rechenschaft abzulegen?
Sprichwörter 12,15: Nur Narren glauben, sie bräuchten keinen Rat, weise Menschen aber hören auf andere.
Gute Ratgeber bewahren uns vor Handlungen, die uns und anderen schaden.
Ich möchte nicht, dass irgendjemand gewisse Dinge über mich weiß
Jeremia 23,24: Gibt es Schlupfwinkel, in denen sich ein Mensch verbergen könnte, sodass es mir nicht mehr möglich wäre, ihn zu sehen? Bin ich denn nicht überall, fülle ich nicht den Himmel und die Erde aus?
Was du jetzt verschweigst, kommt wahrscheinlich irgendwann später doch heraus, und dann möglicherweise auf eine Weise, die dir nicht gefällt und die sich deinem Einfluss entzieht. Darum ist es besser, sofort Rat zu suchen. Und Gott kennt nicht nur alle Geheimnisse deines Herzens, er weiß auch liebevoll damit umzugehen.
Fordert Gott wirklich Rechenschaft von uns für alle unsere Taten?
Prediger 11,9: Freu dich an deiner Jugend, junger Mann, und leb unbeschwert in deinen jungen Jahren! Schlag den Weg ein, zu dem dein Herz sich hingezogen fühlt, und tu, was deinen Augen gefällt. Aber vergiss nicht, dass du dich vor Gott für alle deine Taten verantworten musst.
Genieße das Leben, aber bleibe innerhalb der Grenzen, die Gott setzt, und sei dir bewusst, dass deine Taten immer Folgen haben. Gott wird Rechenschaft von uns fordern für alles, was wir tun. Darin dürfen wir aber auch auf seine Gnade und Vergebung vertrauen.
Rechtschaffenheit siehe Charakter, Glaube, Rettung
Reife siehe auch Charakter, Heiligkeit
Geistliches Wachstum funktioniert wie körperliches Wachstum – man beginnt klein und wächst täglich ein Stückchen mehr. Während du wächst, brauchst du jedoch Nahrung. Geistliche Nahrung bekommst du, wenn du dein Denken jeden Tag mit dem Studium von Gottes Wort herausforderst, es befragst und Antworten im Gebet, im Rat anderer Glaubender und in den Erfahrungen des Alltags suchst. Betrachte jeden Tag als einen weiteren Schritt in diesem Prozess, und bevor du es merkst, bist du auf dem Weg zu geistlicher Reife.
Was bedeutet es, geistlich reif oder ein gottgefälliger Mensch zu sein?
Psalm 42,2-3: Wie der Hirsch nach Wasser dürstet, so sehne ich mich nach dir, mein Gott. Mich dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.
Ein gottgefälliger Mensch ist täglich mit Gott in Kontakt.
Psalm 119,47: Wie freue ich mich an deinen Geboten, die ich so sehr liebe!
Ein gottgefälliger Mensch liebt es, Gottes Wort zu studieren.
Epheser 6,18: Betet immer und in jeder Situation mit der Kraft des Heiligen Geistes. Bleibt wachsam und betet auch beständig für alle, die zu Christus gehören.
Ein gottgefälliger Mensch betet viel.
Esra 8,21: Dort am Fluss Ahawa ordnete ich ein Fasten an, um vor Gott Buße zu tun.
Ein gottgefälliger Mensch demütigt sich vor Gott und erkennt, wo er im Verhältnis zu Gott steht.
2. Timotheus 4,2: Halte durch, ob die Zeit günstig ist oder nicht. In aller Geduld und mit guter Lehre sollst du die Menschen zurechtweisen, tadeln und ermutigen!
Ein gottgefälliger Mensch liebt es, Gottes Wort zu lehren und darüber zu sprechen, was es bedeutet, mit ihm zu leben.
Esra 7,6: Der König gab ihm, worum er bat, weil der HERR, sein Gott, seine Hand über ihn hielt.
Ein gottgefälliger Mensch vertraut auf Gottes Hilfe und Zuwendung.
Esra 7,9-10: Denn sein Gott hielt seine gnädige Hand über ihn. Esra hatte beschlossen, das Gesetz des HERRN zu studieren, ihm zu gehorchen …
Ein gottgefälliger Mensch lebt gerne so, wie Gott es in seinem Wort vorgibt.
Wie kann ich geistliche Reife konkret im Leben umsetzen?
1. Timotheus 6,3-4: Jeder, der etwas anderes lehrt als die guten Worte von Jesus Christus, unserem Herrn, und nicht an der Lehre festhält, auf der unser Leben im Glauben beruht, der ist verblendet und unwissend.
2. Petrus 1,5-6: Strengt euch deshalb an, diese Zusagen Gottes in eurem Glauben zu leben. Dann zeigt sich euer Glaube durch ein vorbildliches Leben. Ein vorbildliches Leben aber führt zur tieferen Erkenntnis Gottes. Aus der Erkenntnis Gottes folgt Selbstbeherrschung. Aus der Selbstbeherrschung wächst Geduld und aus der Geduld ein Leben im Glauben zur Ehre Gottes. (S. Anmerkung auf S. 2028)
Wenn wir unser Leben auf der Basis von Gottes Wort gestalten und unseren Lebensweg an Gottes Anweisungen orientieren, wird Gott in uns Früchte eines gottgefälligen Lebens wachsen lassen.
Wie kann ich geistlich reifen? Wer kann mich auf diesem Weg begleiten?
Josua 1,1-2: Nachdem Mose, der Diener des HERRN, gestorben war, sprach der HERR mit Josua. Dieser war ein Mitarbeiter von Mose und ein Sohn Nuns. »Mein Diener Mose ist jetzt tot. Geh nun zusammen mit meinem Volk über den Jordan in das Land, das ich den Israeliten gebe.«
Ein guter geistlicher Begleiter wird dir sowohl helfen, im Glauben zu wachsen und zu reifen, als auch im täglichen Leben. Halte Ausschau nach einem Menschen, der ein paar Schritte weiter im Leben ist als du, bereits Lebenserfahrung gesammelt hat und sein Leben vorbildlich gestaltet. Bitte ihn oder sie, dich auf deinem Weg zur geistlichen und persönlichen Reife zu begleiten.
1. Korinther 3,1-2: Liebe Brüder, als ich bei euch war, konnte ich nicht so mit euch reden, wie ich es mit Menschen, die im Glauben gewachsen sind, getan hätte … Ich musste euch mit Milch ernähren statt mit fester Nahrung, die ihr noch nicht vertragen hättet.
1. Korinther 13,11: Als ich ein Kind war, redete und dachte und urteilte ich wie ein Kind. Doch als ich erwachsen wurde, legte ich das Kindliche ab.
Hebräer 6,1: Lasst uns daher aufhören, ständig die Grundaussagen der Lehre von Christus zu wiederholen. Wir wollen viel mehr weitergehen und im Verständnis reifer werden.
Geistliches Wachstum läuft wie körperliches Wachstum ab: Wir beginnen klein und wachsen jeden Tag ein Stückchen mehr, wir wagen uns Stück um Stück mehr an herausfordernde Fragen des Christseins heran.
Gibt es besondere Tipps für meinen Weg zur geistlichen Reife?
1. Korinther 9,25: Jeder Athlet übt strenge Selbstdisziplin. (S. Anmerkung auf S. 1893)
Sportler werden immer besser, indem sie ständig ihre Grenzen austesten und dann darüber hinausgehen. Genauso konsequent sollten wir geistliche Reife verfolgen.
2. Timotheus 2,2: Was du von mir gehört hast, das sollst du auch weitergeben an Menschen, die vertrauenswürdig und fähig sind, andere zu lehren.
Wenn wir nach geistlicher Reife streben, werden wir zu einem Vorbild und einem Ansporn für andere, sodass auch sie lernen, das Beste aus ihrem Leben zu machen. Nur durch dein persönliches Vorbild kannst du anderen ein Erbe an Rechtschaffenheit, Zufriedenheit und Freude hinterlassen. Auf der anderen Seite, halte stets nach guten Vorbildern Ausschau.
Was könnte mich daran hindern, geistlich zu reifen? Was sollte ich meiden?
Jesaja 59,2: Nein, eure Sünden sind eine Schranke, die euch von Gott trennt.
2. Timotheus 2,4: Und keiner, der in den Krieg zieht, verstrickt sich in die Angelegenheiten des täglichen Lebens.
Die Hindernisse auf deinem Weg zur geistlichen Reife werden als Versuchungen daherkommen, die dich von der Straße weglocken und soweit entmutigen wollen, dass du aufgeben willst. Wenn du es zulässt, dass sie dich ablenken, wirst du das aus dem Blick verlieren, worum es wirklich geht. Wie ein Kind seinen unmittelbaren Wünschen folgt, so führt es zu Sünde, wenn du den Versuchungen folgst, und du bleibst geistlich unreif. Wer geistlich gereift ist, erkennt und widersteht den Versuchungen, die ihn auf seiner Reise zu den Zielen, die Gott vorbereitet hat, aufhalten wollen.
Zusagen von Gott
Psalm 92,13-15: Die Gottesfürchtigen werden gedeihen wie Palmen und wachsen und stark werden … Denn sie sind im Hause des HERRN gepflanzt und blühen in den Vorhöfen unseres Gottes … und werden grün und lebendig bleiben
Kolosser 2,7: Senkt eure Wurzeln tief in seinen Boden und schöpft aus ihm, dann werdet ihr im Glauben wachsen und in der Wahrheit, in der ihr unterwiesen wurdet, standfest werden.
Rettung siehe auch Ewigkeit, Glaube, Gnade und Barmherzigkeit, Reue, Tod, Zeugnis geben, Zukunft
Immer wieder sehen wir dramatische Bilder in den Nachrichten: Ein Mann wird aus einem reißenden Fluss gerettet; ein Kind wird von der Feuerwehr aus einem brennenden Hochhaus getragen; eine Frau wird von mutigen Passanten vor einem Angreifer geschützt. Jede dieser Szenen enthält eine Gefahrensituation, einen Retter, der eingreift, und eine zweite Lebenschance für die Geretteten. Solche Ereignisse sind Bilder für das, was der christliche Glaube als Erlösung bezeichnet. Die Bibel lehrt, dass die Sünde unser Leben mit zerbrochenen Beziehungen, dem geistlichen Tod und dem Gericht bedroht. Gott hat durch den Tod und die Auferstehung von Jesus Christus jedoch einen Weg geschaffen, uns von den Folgen der Sünde zu retten. Er bietet uns die Erlösung an, sodass wir eine zweite Chance erhalten und eine geistliche Neugeburt in ein neues Leben im Geist erfahren können, die in ein ewiges Leben bei ihm münden wird.
Was bedeutet es, gerettet zu sein?
Römer 4,8: Glücklich ist der, dem der Herr die Sünden nicht mehr anrechnet.
Römer 3,24: Doch Gott erklärt uns aus Gnade für gerecht.
Bei der – geistlichen – Rettung werden dir die Sünden nicht länger als Gründe für eine ewige Todesstrafe angerechnet. Stattdessen werden sie dir durch die Gnade Gottes vergeben und dir wird das ewige Leben geschenkt. Eine solche Rettung bewahrt dich nicht vor Schwierigkeiten auf dieser Erde, aber sie ist deine Verteidigung im Gericht am Ende der Zeit und ermöglicht dir ewige Gemeinschaft mit Gott.
Psalm 103,12: So fern der Osten vom Westen ist, hat er unsere Verfehlungen von uns entfernt.
Psalm 51,11-12: Sieh meine Sünde nicht mehr an und vergib mir meine Schuld. Gott, erschaffe in mir ein reines Herz. (S. Anmerkung auf S. 1164)
Wer gerettet ist, ist von dem Schmutz der Sünde reingewaschen. Es sieht nicht nur so aus, als wäre die Schuld verschwunden – sie ist verschwunden. Du bekommst die Chance auf einen ganz neuen Anfang.
Johannes 10,28-29: Ich schenke ihnen das ewige Leben, und sie werden niemals umkommen. Niemand wird sie mir entreißen, denn mein Vater hat sie mir gegeben, und er ist mächtiger als alles andere. Und niemand kann sie aus der Hand des Vaters reißen.
Johannes 5,24: Ich versichere euch: Wer meine Botschaft hört und an Gott glaubt, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben. Er wird nicht für seine Sünden verurteilt werden, sondern ist bereits den Schritt vom Tod ins Leben gegangen.
Wer gerettet ist, kann sich sicher sein, dass er für immer mit Gott leben wird. Diese Ewigkeit mit Gott wird ein neuer Himmel und eine neue Erde sein, in der es keine Sünde, keinen Schmerz und kein Leid mehr geben wird. Gibt es eine größere Hoffnung als diese?
Was bedeutet es, mit Gott versöhnt zu sein?
2. Korinther 5,19: Denn Gott war in Christus und versöhnte so die Welt mit sich selbst und rechnete den Menschen ihre Sünden nicht mehr an. Das ist die herrliche Botschaft der Versöhnung, die er uns anvertraut hat, damit wir sie anderen verkünden. (S. Anmerkung auf S. 1913)
Epheser 2,13: Ihr wart fern von Gott, doch nun seid ihr ihm nahe durch das Blut seines Sohnes. (S. Anmerkung auf S. 1937)
3. Mose 8,18-34: Dann ließ Mose den Widder zum Brandopfer herbringen … Dies war Moses Anteil an dem Widder des Einsetzungsopfers, genauso, wie der HERR es ihm befohlen hatte … »Was heute getan wurde, hat der HERR angeordnet, um eure Schuld von euch zu nehmen.« (S. Anmerkung auf S. 596)
Versöhnung beginnt damit, anzuerkennen, dass wir ohne Christus verloren und vom heiligen Gott getrennt sind, weil nur Christus die Macht der Sünde überwinden kann.
Römer 5,1: Da wir nun durch den Glauben von Gott für gerecht erklärt worden sind, haben wir Frieden mit Gott durch das, was Jesus, unser Herr, für uns tat.
Versöhnung mit Gott beginnt mit dem Glauben, dass Gott der ist, als der er sich in der Bibel vorstellt, dass er Seelenfrieden bewirkt und eines Tages Frieden für die Welt bringen wird.
Wie kann ich gerettet werden?
Römer 10,13: Denn jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.
Gottes Wort verspricht die Erlösung – die Garantie auf ein ewiges und vollkommenes Leben im Himmel. Sie gilt jedem, der den Namen von Jesus anruft und um Vergebung seiner Sünden bittet. Ruf ihn im Gebet an und bitte ihn darum, dich zu retten. Er hat versprochen, dass er es tun wird.
Johannes 3,16: Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.
Johannes 5,24: Ich versichere euch: Wer meine Botschaft hört und an Gott glaubt, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben.
Jesus hat versprochen, dass alle, die an ihn glauben, gerettet werden. Du musst nur annehmen, was Jesus für dich getan hat. Gott sandte Jesus Christus, um an deiner Stelle die Strafe für deine Sünden auf sich zu nehmen. Wenn du glaubst, dass er starb, um dich von deinen Sünden zu retten, und dass er auferstand, um dir ewiges Leben zu ermöglichen, wirst du gerettet werden.
Römer 10,9-10: Wenn du mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist, und wenn du in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden. Denn durch den Glauben in deinem Herzen wirst du vor Gott gerecht, und durch das Bekenntnis deines Mundes wirst du gerettet.
Epheser 2,8: Weil Gott so gnädig ist, hat er euch durch den Glauben gerettet. Und das ist nicht euer eigenes Verdienst; es ist ein Geschenk Gottes.
Es scheint zu gut um wahr zu sein. Das größte Geschenk, das Gott jemals anbieten könnte – das Leben in einer vollkommenen Welt – ist völlig umsonst. Du musst es nur annehmen, indem du 1. Gott eingestehst, dass du sündigst; 2. anerkennst, dass deine Sünden dich von Gott trennen; 3. Jesus bittest, dir deine Sünden zu vergeben; 4. glaubst, dass Jesus der Herr über alles und der Sohn Gottes ist. Dann gehört das Geschenk dir.
Römer 11,6: Wenn der Grund dafür aber die Gnade Gottes war, dann geschah es nicht aufgrund guter Taten, denn sonst wäre die Gnade Gottes nicht mehr das, was sie ist: ein freies, unverdientes Geschenk.
Du kannst dir das ewige Leben nicht verdienen, indem du ein guter Mensch bist und Gutes tust. Rettung liegt nur im Glauben an Jesus.
Kann jeder gerettet werden?
Lukas 2,11: Der Retter – ja, Christus, der Herr – ist heute Nacht in Bethlehem, der Stadt Davids, geboren worden!
Jesus wurde in einem einfachen Stall bei einfachen Menschen geboren, um uns zu zeigen, dass wirklich jeder gerettet werden kann, der ihn ehrlich sucht.
Johannes 3,16: Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.
Die Erlösung steht jedem offen, ohne Voraussetzungen. Jesus kam nicht nur für eine bestimmte Personengruppe, sondern sein Angebot der Rettung gilt allen.
Wie kann ich sicher sein, dass ich errettet bin?
Römer 10,9: Wenn du mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist, und wenn du in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden.
Du kannst dir deiner Erlösung sicher sein, denn Gott hat versprochen, dass du gerettet bist, wenn du an Jesus Christus als deinen Retter glaubst.
Johannes 1,12: All denen aber, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden.
Wie ein einmal geborenes Kind nicht wieder »ungeboren« gemacht werden kann, so können auch Gottes Kinder – alle, die an Jesus Christus glauben – nicht »un-wiedergeboren« gemacht werden.
Römer 8,14: Denn alle, die vom Geist Gottes bestimmt werden, sind Kinder Gottes.
Der Heilige Geist zieht in unsere Herzen ein und vergewissert uns, dass wir Gottes Kinder sind.
Matthäus 14,30-31: »Herr, rette mich!«, schrie er. Sofort streckte Jesus ihm die Hand hin und hielt ihn fest. (S. Anmerkung auf S. 1652)
Wir können uns nicht selbst von der Sünde, der Schuld, dem Urteil und dem ewigen Tod retten. Nur Jesus Christus kann das tun.
Warum müssen wir gerettet werden?
Römer 3,23: Denn alle Menschen haben gesündigt und das Leben in der Herrlichkeit Gottes verloren.
Römer 6,23: Denn der Lohn der Sünde ist der Tod …
Wir müssen gerettet werden, weil Sünde uns von Gott trennt, sodass wir zu ewigem Tod verurteilt werden. Jeder Mensch ist in den Machtstrukturen der Sünde gefangen, und keiner ist aus eigener Kraft fähig, sich daraus zu befreien.
Apostelgeschichte 4,12: In ihm allein gibt es Erlösung! Im ganzen Himmel gibt es keinen anderen Namen, den die Menschen anrufen können, um errettet zu werden. (S. Anmerkung auf S. 1813)
Es hört sich vielleicht exklusiv an, aber der Anspruch der Bibel, der einzige Weg zur Rettung zu sein, beruht tatsächlich auf Gottes Gnade. Seine Gnade, die er uns bedingungslos schenkt, ist das einzige, das uns im Gericht freisprechen kann, und zwar vollkommen. Gott lädt jeden und jede ein, zu ihm zu kommen.
Wie wirkt sich Erlösung im Alltag aus?
2. Korinther 5,17: Das bedeutet aber, wer mit Christus lebt, wird ein neuer Mensch. Er ist nicht mehr derselbe, denn sein altes Leben ist vorbei. Ein neues Leben hat begonnen!
Durch die Erlösung hast du nicht nur eine ewige Hoffnung, sie gibt dir auch Hoffnung für jeden Tag. Du hast ein neues Leben und neue Lebenskraft erhalten.
Römer 6,11: Deshalb haltet daran fest: Ihr seid für die Sünde tot und lebt nun durch Christus Jesus für Gott!
Du bist von der Macht der Sünde befreit, sodass du nun so leben kannst, wie Gott sich Leben gedacht hat.
Johannes 3,6: Menschen können nur menschliches Leben hervorbringen, der Heilige Geist jedoch schenkt neues Leben von Gott her. (S. Anmerkung auf S. 1770)
Die Kraft Christi bewirkt, dass du neu geboren wirst.
Römer 5,1: Da wir nun durch den Glauben von Gott für gerecht erklärt worden sind, haben wir Frieden mit Gott durch das, was Jesus, unser Herr, für uns tat.
In der Erlösung findest du Frieden mit Gott.
Epheser 2,10: Denn wir sind Gottes Schöpfung. Er hat uns in Christus Jesus neu geschaffen, damit wir die guten Taten ausführen, die er für unser Leben vorbereitet hat.
Gott hatte gute Absichten für uns, als er uns schuf. Die Befreiung von den Sünden ermöglicht es, diese Absichten durch die Kraft Gottes zu verwirklichen, die in uns am Werk ist.
Was bedeutet es, dass Jesus das »Lamm Gottes« ist?
3. Mose 17,11: Das Blut bringt euch Wiedergutmachung, weil das Leben in ihm ist. (S. Anmerkung auf S. 611)
Johannes 1,29: Seht her! Da ist das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!
Wie das Blut eines Lammes im Alten Testament Vergebung erwirkte, so nimmt das Blut von Jesus durch seinen Tod am Kreuz die Sünden der Welt weg.
Hebräer 9,12: Ein einziges Mal brachte er … sein eigenes Blut, durch das er uns die Rettung brachte, die für alle Zeiten gilt. (S. Anmerkung auf S. 2001)
Das Opfer des vergossenen Blutes von Jesus Christus ersetzt endgültig das Blut aller Lämmer und Stiere, die in der Zeit des Alten Testaments immer und immer wieder geopfert werden mussten.
1. Petrus 1,18-19: Denn ihr wisst, dass Gott euch nicht mit vergänglichen Werten wie Silber oder Gold losgekauft hat … Er bezahlte für euch mit dem kostbaren Blut von Jesus Christus, der rein und ohne Sünde zum Opferlamm Gottes wurde.
Der Tod Christi, der durch sein vergossenes Blut bestätig wird, war der unschätzbare Preis für unsere Rettung.
Will Gott mich retten?
Jesaja 59,1: Hört zu! Die Hand des HERRN ist nicht zu kurz, um euch zu helfen, und er ist nicht taub, dass er euch nicht hören würde.
2. Petrus 3,9: Es ist aber nicht so, dass der Herr seine versprochene Wiederkehr hinauszögert, wie manche meinen. Nein, er wartet, weil er Geduld mit uns hat. Denn er möchte nicht, dass auch nur ein Mensch verloren geht, sondern dass alle Buße tun und zu ihm umkehren.
Gott will und kann alle retten, die ihn anrufen.
Zusagen von Gott
Jesaja 1,18: Selbst wenn eure Sünden scharlachrot sind, sollen sie schneeweiß werden.
Apostelgeschichte 16,31: Glaube an Jesus, den Herrn, dann wirst du gerettet.
Reue siehe auch Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, Prioritäten, Rat, Rechenschaft, Selbstbeherrschung, Überzeugung, Versuchung
Wenn wir Schuld mit uns herumtragen, fühlt es sich fast so an, als hätten wir einen Rucksack voller Steine auf dem Rücken. Schuld macht etwas mit uns, sie zieht uns runter und macht uns unfrei. Schuldgefühle sind die angemessene geistliche Reaktion auf Sünde, während Reue die Trauer über die Folgen unserer Entscheidungen ist, sowohl der sündigen als auch derer, die einfach unglücklich waren. Gott verspricht, allen die Schuld zu erlassen, die seine Vergebung suchen; er verhindert jedoch nicht immer die Folgen unserer Sünde. Oft schleppen wir angesichts dieser Folgen anhaltende Scham und Gewissensbisse mit uns herum. Gott verspricht, uns zu einem guten Umgang mit Reue anzuleiten, sodass wir ohne diese Last weiterleben können. Er ist der Gott, der aus jeder Lage etwas Gutes machen kann.
Was bereuen wir?
Sprichwörter 3,5-6: Vertraue von ganzem Herzen auf den HERRN und verlass dich nicht auf deinen Verstand. Denke an ihn, was immer du tust, dann wird er dir den richtigen Weg zeigen.
Sprichwörter 16,3: Vertraue dein Vorhaben dem HERRN an, dann werden deine Pläne gelingen.
Wir werden es bereuen, wenn wir Gott nicht die erste Stelle in unserem Leben eingeräumt haben, denn irgendwann werden wir erkennen, dass wir das Wichtigste im Leben vernachlässigt haben.
1. Timotheus 6,9-10: Menschen, die reich werden wollen, geraten nur in Versuchung und verstricken sich in so viele dumme und schädliche Wünsche, dass sie letztlich ins Verderben und in ihren eigenen Untergang stürzen … so sind manche Menschen aus Geldgier vom Glauben abgewichen und haben sich selbst viele Schmerzen zugefügt.
Wir werden es bereuen, unser Leben mit der Jagd nach Geld und Besitz verbracht zu haben. Sie machen auf Dauer nicht glücklich und sind nur auf Kosten der Beziehung zu Gott und unseren Mitmenschen zu erreichen.
Amos 1,3-4: So spricht der HERR: »Weil Damaskus wiederholt schwerste Verbrechen begangen hat, werde ich nicht länger darüber hinwegsehen. Denn sie haben Gilead mit eisernen Dreschwalzen gedroschen. Deshalb werde ich Feuer in König Hasaëls Palast legen, es soll die Festungen von König Ben-Hadad verzehren.«
Römer 6,21: Und was waren die Folgen? Nichts Gutes, denn heute schämt ihr euch für das, was ihr früher getan habt – es führte zum Tod.
Sünde zieht immer unglückliche und ungesunde Folgen nach sich, zudem die Reue, die man lieber vermieden hätte.
Sprichwörter 5,12-14: [Du wirst] sagen: »Wie konnte ich nur die Selbstbeherrschung verlieren? Warum habe ich mich nicht ermahnen lassen? Warum habe ich nicht auf meine Lehrer gehört? Warum bin ich nicht dem Rat derer gefolgt, die mich unterwiesen haben? Fast wäre ich vollständig ins Unglück geraten und das vor der Gemeinde und dem ganzen Volk.«
Wer aufsässig, egoistisch, unaufmerksam oder unbelehrbar ist, wird es bereuen. Diese Eigenschaften können dir Monate oder Jahre stehlen, die du hättest nutzen können, um deine Beziehung zu Gott und anderen zu verbessern und ein erfülltes Leben voller guter Taten zu führen.
Daniel 6,14-19: Da berichteten sie ihm: »Daniel, einer der Gefangenen aus Judäa, missachtet sowohl dich, den König, als auch das Gesetz, das du unterschrieben hast. Dreimal am Tag betet er zu seinem Gott!« Als der König das hörte, fuhr es ihm durch Mark und Bein. Den ganzen Tag versuchte er einen Weg zu finden, wie er Daniel retten könne. Aber als die Sonne unterging, hatte er noch keinen Ausweg gefunden. Da bestürmten die Männer erneut den König und machten ihn darauf aufmerksam, dass es nach dem Gesetz der Meder und Perser unmöglich sei, irgendein Verbot oder Gesetz, das der König unterschrieben hatte, zu ändern. Daraufhin befahl der König, Daniel herbeizubringen und ihn in die Löwengrube zu werfen. Der König sagte zu ihm: »Dein Gott, den du so treu verehrst, möge dich retten.« Dann wurde ein Stein gebracht und auf die Öffnung der Grube gelegt … Dann kehrte er in seinen Palast zurück, wo er die Nacht mit Fasten verbrachte. Er ließ auch keine seiner Frauen zu sich kommen und konnte die ganze Nacht keinen Schlaf finden.
Unüberlegte Versprechungen führen oft dazu, dass wir sie bereuen. In dieser Geschichte wurde der König dazu überredet, ein törichtes Gesetz zu erlassen und so das Leben seines Freundes Daniel in Gefahr zu bringen.
Wie kann ich damit umgehen, wenn ich manches in meinem Leben bereue?
2. Korinther 5,17: Das bedeutet aber, wer mit Christus lebt, wird ein neuer Mensch. Er ist nicht mehr derselbe, denn sein altes Leben ist vorbei. Ein neues Leben hat begonnen!
Wenn du zum Glauben an Jesus kommst, vergibt er dir alle deine Sünden und ermöglicht dir einen neuen Anfang. Du wirst mit den Folgen deiner Sünden leben müssen, denn sie können nicht ungeschehen gemacht werden. Aber weil Gott dir vergibt, kannst du ohne die belastende Schuld weiterleben, die eine anhaltende Reue begleitet, und Gott wird dir auch helfen, mit den Folgen deiner Sünde umzugehen.
Psalm 51,9.14: Wasche von mir ab meine Sünden … Lass mich durch deine Hilfe wieder Freude erfahren und mach mich bereit, dir zu gehorchen.
Weil Gott dir die Sünde nicht länger anrechnet, brauchst du sie dir selbst auch nicht länger vorhalten. Du wirst frei davon, dich selbst zu verdammen.
Psalm 119,75: Ich weiß, HERR, dass deine Entscheidungen gerecht sind; aus Güte hast du mich bestraft.
Psalm 51,3-5.19: Gott, sei mir gnädig um deiner Gnade willen und vergib mir meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit. Wasche mich rein von meiner Schuld und reinige mich von meiner Sünde. Denn ich bekenne meine Sünde, die mich Tag und Nacht verfolgt … Das Opfer, das dir gefällt, ist ein zerbrochener Geist. Ein zerknirschtes, reumütiges Herz wirst du, Gott, nicht ablehnen.
Frage dich, was Gott dir durch deine Reuegefühle sagen will. Manchmal gibt Gott uns durch unsere Zerrissenheit und unsere Schuldgefühle geistliche Einsichten und geistliches Wachstum. Reue, die dich zu Gott treibt, wirkt befreiend.
Psalm 38,5-7: Meine Schuld überwältigt mich, sie ist mir wie eine schwere Last. Meine Wunden eitern und stinken, weil ich so dumm gehandelt habe. Vor Schmerzen gekrümmt und gebeugt, schleppe ich mich traurig durch den Tag.
Philipper 3,13: Nein, liebe Freunde, ich bin noch nicht alles, was ich sein sollte, aber ich setze meine ganze Kraft für dieses Ziel ein. Indem ich die Vergangenheit vergesse und auf das schaue, was vor mir liegt.
Schaue nicht auf die Dinge der Vergangenheit, die du bedauerst, sondern auf Gott, der die Zukunft in der Hand hat. Die Vergangenheit ist vorbei, also verliere dich nicht in »Hätte ich doch«-Gedanken, im Ärger über dich selbst und über deine Taten und in Bitterkeit Gott gegenüber, der zugelassen hat, dass du so handelst. Gott spült deine Reue fort, wenn du ihn darum bittest, mit dir weiterzugehen.
Matthäus 16,18: Von nun an sollst du Petrus heißen. Auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und alle Mächte der Hölle können ihr nichts anhaben.
Matthäus 26,73-75: Ein wenig später kamen andere Umstehende und sagten zu ihm: »Du musst einer von ihnen sein; wir erkennen dich an deinem galiläischen Akzent.« Wieder sagte Petrus: »Ich schwöre bei Gott, ich kenne diesen Mann nicht.« Und in diesem Augenblick krähte der Hahn. Plötzlich fielen Petrus die Worte von Jesus wieder ein: »Ehe der Hahn kräht, wirst du mich drei Mal verleugnen.« Und er ging fort und weinte bitterlich.
Galater 2,8-9: Denn derselbe Gott, der durch Petrus unter den Juden wirkte, wirkte auch durch mich unter den anderen Völkern. So kam es, dass Jakobus, Petrus und Johannes, die als Säulen der Gemeinde gelten …
Verwandle deine Reue in den Entschluss, dein Verhalten zu ändern. Reue, die nicht zu Taten führt, kann dich daran hindern, Gott weiter zu dienen. Wenn Petrus dabei stehengeblieben wäre, seinen Verrat zu bereuen, hätte er die Gute Botschaft von Jesus nie so wirkungsvoll verkündigen können. Lass nicht zu, dass dich die Reue lähmt; stattdessen lass sie dir ein Ansporn sein, dich zukünftig konstruktiv für Gott einzusetzen.
1. Petrus 5,7: Überlasst all eure Sorgen Gott, denn er sorgt sich um alles, was euch betrifft!
Psalm 51,14: Lass mich durch deine Hilfe wieder Freude erfahren und mach mich bereit, dir zu gehorchen.
Psalm 30,12: Du hast meine Trauer in einen Tanz voller Freude verwandelt. Du hast mir die Trauergewänder ausgezogen und mir Freude geschenkt.
Lass nicht zu, dass deine Reue dich von Gott wegtreibt, denn das würdest du mehr als alles andere bereuen. Stattdessen bring sie zu ihm. Er will dir die Last wegnehmen und deine Beziehungen zu ihm und anderen wiederherstellen. Egal, was du getan hast – er empfängt dich mit offenen Armen.
Römer 8,28: Und wir wissen, dass für die, die Gott lieben und nach seinem Willen zu ihm gehören, alles zum Guten führt.
Denke daran, dass Gott alles Schlechte in Gutes verwandeln kann. Er kann selbst die Dinge gebrauchen, die du bereust, um seine Absichten zu verwirklichen.
Lukas 15,18: Ich will zu meinem Vater nach Hause gehen und sagen: Vater, ich habe gesündigt, gegen den Himmel und auch gegen dich.
Matthäus 18,21-22: Dann kam Petrus zu ihm und fragte: »Herr, wie oft soll ich jemandem vergeben, der mir unrecht tut? Sieben Mal?« »Nein!«, antwortete Jesus, »siebzigmal sieben Mal!«
Römer 4,6-8: Das meinte auch David, als er die Freude eines Menschen beschrieb, der unverdient gerecht gesprochen wird: »Glücklich ist der, dessen Ungehorsam vergeben und dessen Schuld zugedeckt ist. Glücklich ist der, dem der Herr die Sünden nicht mehr anrechnet.«
Sünde werden wir immer bereuen, denn sie beschädigt die Beziehungen, die uns am wichtigsten sind. Manchmal ist es unsere eigene Sünde, die Probleme verursacht, manchmal sind es die Sünden anderer. In jedem Fall beschädigt die Sünde unsere Beziehungen und wir stehen vor Konflikten, Trennungen, Einsamkeit, Enttäuschungen, Wut und anderen Emotionen. Wenn wir jedoch unsere Verfehlungen vor Gott und Menschen bekennen und um Vergebung bitten, können wir noch einmal von vorn beginnen. Vergebung ist der Kitt, der Freundschaften zusammenhält. Wir werden unser Verhalten vielleicht weiter bereuen, aber durch die Vergebung können wir die Beziehung wiederherstellen. Dann wendet sich der Blick von den Wunden der Vergangenheit zu der Heilung, die in Zukunft möglich ist.
Wie kann ich es vermeiden, später Dinge bereuen zu müssen?
Matthäus 7,12: Geht so mit anderen um, wie die anderen mit euch umgehen sollen.
Indem du anderen so begegnest, wie du es dir von ihnen wünscht.
2. Korinther 1,12: Mit gutem Gewissen können wir sagen, dass wir in allem, was wir taten, stets offen und ehrlich waren.
1. Petrus 3,16-17: Bewahrt euch ein reines Gewissen. Wenn dann jemand etwas Böses über euch sagt, wird er beschämt werden, weil euer vorbildliches Leben mit Christus ihn Lügen straft. Denkt daran, dass es besser ist, für gute Taten zu leiden, falls Gott es so will, als zu leiden, weil ihr unrecht getan habt!
Indem du auf dein Gewissen hörst und tust, was richtig ist.
Matthäus 27,3: Als seinem Verräter Judas klar wurde, dass Jesus zum Tode verurteilt war, überfiel ihn tiefe Reue. (S. Anmerkung auf S. 1675)
Indem du die Folgen deiner Entscheidungen im Voraus bedenkst. Judas' selbstzerstörerische Reue entstand aus einer Mischung von Selbstbezogenheit und der Tatsache, dass er die Konsequenzen seiner Entscheidung nicht gründlich durchdacht hatte.
Richter 11,7: Doch Jeftah entgegnete ihnen: »Habt ihr mich nicht gehasst und aus dem Haus meines Vaters vertrieben? Warum wendet ihr euch jetzt an mich, wo ihr in Not seid?« (S. Anmerkung auf S. 780)
Indem du allen Menschen mit Barmherzigkeit und der Freundlichkeit begegnest, wie Gott es sich wünscht.
1. Thessalonicher 5,22: Meidet das Böse in jeglicher Form!
Indem du dich in die Schrift vertiefst und dich mit Menschen umgibst, die dir gute Ratschläge geben.
Psalm 1,1-2: Glücklich ist der Mensch, der nicht auf den Rat der Gottlosen hört, der sich am Leben der Sünder kein Beispiel nimmt und sich nicht mit Spöttern abgibt. Voller Freude tut er den Willen des HERRN und denkt über sein Gesetz Tag und Nacht nach.
Sprichwörter 14,29: Wer seinen Zorn zügelt, besitzt viel Verstand; wer aber jähzornig ist, begeht große Dummheiten.
1. Samuel 19,9-10: David spielte aber auf der Harfe. Da schleuderte Saul seinen Speer nach ihm, um ihn an die Wand zu spießen. Doch David sprang zur Seite und floh in die Nacht hinaus.
Indem du es vermeidest, aus starken Emotionen heraus zu handeln. Ein vorschneller Fehler kann nachhaltige Konsequenzen haben.
2. Mose 23,2: Schließt euch nicht der Mehrheit an, wenn sie Böses plant. Wenn ihr im Zeugenstand steht, verdreht nicht das Recht, weil ihr euch von der Meinung der Mehrheit beirren lasst.
Indem du dem Druck deiner Freunde nicht nachgibst, etwas zu tun, von dem du weißt, dass es falsch ist.
Sprichwörter 29,11: Ein Narr lässt seinem Zorn freien Lauf, aber ein Weiser hält ihn zurück.
Jakobus 3,2.5: Wir alle machen viele Fehler, aber wer seine Zunge im Zaum hält, der kann sich auch in anderen Bereichen beherrschen … So kann auch die Zunge, so klein sie auch ist, enormen Schaden anrichten. Ein winziger Funke steckt einen großen Wald in Brand!
Wenn du nachdenkst, bevor du sprichst. Oft sind es Worte, die wir am meisten bereuen; wenn sie einmal ausgesprochen sind, lassen sie sich nicht zurücknehmen. Wenn du auch nur den leisen Eindruck hast, dass du deine Worte bereuen könntest, bleibe still.
Zusagen von Gott
2. Korinther 7,10: Denn Gott kann die Traurigkeit in unserem Leben benutzen, um uns zur Umkehr von der Sünde und zur Suche nach der Erlösung zu bewegen. Diese Traurigkeit werden wir nie bereuen. Eine Traurigkeit ohne solche Umkehr dagegen führt zum Tod.
Römer 4,7-8: Glücklich ist der, dessen Ungehorsam vergeben und dessen Schuld zugedeckt ist. Glücklich ist der, dem der Herr die Sünden nicht mehr anrechnet.
Richten/andere richten siehe Vorurteile und Spekulation
Ruhe siehe auch Arbeit, Feiern, Friede, Prioritäten
Gott hat uns als Menschen aus Fleisch und Blut geschaffen. Er hat einen ganzen Tag von sieben für die Ruhe bestimmt, denn er wusste, dass wir sie brauchen würden. Weil Jesus auch ein Mensch war und in einem menschlichen Körper lebte, versteht er, was es bedeutet, müde zu sein. Er verstand die Begrenzungen seiner Jünger und führte sie immer wieder fort, um auszuruhen. Unser Leben ist voll mit allerlei Aktivitäten, die wir durch regelmäßige Pausen für Leib und Seele ausgleichen müssen. Übermüdung ist gefährlich, denn sie kann unser Denken beeinträchtigen, sodass wir Dinge sagen und tun, die wir später bereuen. Wenn es jedoch einmal unmöglich ist auszuruhen, können wir auch in der Erschöpfung Gottes Treue erfahren. Von seinem eigenen Vorbild in der Schöpfungsgeschichte bis zu seinen Verheißungen im Neuen Testament zeigt Gott uns, dass wir Ruhe und Erfrischung für Leib und Seele suchen dürfen.
Wir haben so viel zu tun. Wer kann sich schon Zeiten der Ruhe leisten?
1. Mose 2,2: Am siebten Tag vollendete Gott sein Werk und ruhte von seiner Arbeit aus. (S. Anmerkung auf S. 468)
Warum sollte der Gott des Universums am Tag nach seiner Schöpfungsarbeit ausruhen? Sicher nicht, weil der Allmächtige müde war! Gott nannte die Ruhe nach der Arbeit »heilig«. Er wusste, dass wir eine Pause von der Arbeit brauchen, um unsere körperlichen und geistlichen Bedürfnisse zu erfüllen. Arbeit ist gut, aber sie muss einen Ausgleich in regelmäßigen Erholungszeiten finden, in denen wir unserer körperlichen und seelischen Gesundheit Aufmerksamkeit widmen, denn sonst verpassen wir die göttlichen Augenblicke, die Gott uns schenkt. Halte also regelmäßig Zeiten für Gottesdienst, Anbetung und geistliche Erfrischung frei, sowie Zeiten, um runterzukommen und nichts zu tun. Wenn Gott die Erholung von der Arbeit heilig nennt, wie können wir es uns dann leisten, sie uns nicht zu gönnen?
2. Mose 23,12: Sechs Tage sollt ihr arbeiten. Aber am siebten Tag sollt ihr ruhen, damit euer Rind und euer Esel die Möglichkeit haben auszuruhen und auch der Sohn eurer Sklavin sowie der Ausländer sich erholen können.
Regelmäßige, wöchentliche Erholung trägt entscheidend dazu bei, Burn-out zu vermeiden oder sich davon zu erholen.
Psalm 23,1-3: Der HERR ist mein Hirte, ich habe alles, was ich brauche. Er lässt mich in grünen Tälern ausruhen, er führt mich zum frischen Wasser. Er gibt mir Kraft. Er zeigt mir den richtigen Weg um seines Namens willen.
Jeremia 31,25: Denn ich will den von Durst Gequälten reichlich zu trinken geben und die von Hunger Geschwächten satt machen.
Gott schenkt uns Zeiten der Ruhe. Sie erneuern uns geistig, körperlich, emotional und spirituell, sodass wir wieder Kraft für die anstehende Arbeit haben. Ruhe ist nicht nur notwendig, sie ist ein Geschenk Gottes, das wir gerne annehmen dürfen.
Wie finde ich geistliche Ruhe?
Psalm 91,1: Wer im Schutz des Höchsten lebt, der findet Ruhe im Schatten des Allmächtigen.
Matthäus 11,28-29: Dann sagte Jesus: »Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken. Nehmt mein Joch auf euch. Ich will euch lehren, denn ich bin demütig und freundlich, und eure Seele wird bei mir zur Ruhe kommen.«
2. Mose 33,14: Der HERR antwortete ihm: »Ich selbst werde mit dir gehen, Mose. Ich will dir Ruhe verschaffen.«
Wenn du Freunde besuchst, die weiter entfernt wohnen, und bei ihnen übernachtest, haben sie einen Raum für dich vorbereitet, in dem du entspannen kannst. Gott tut dasselbe für dich. Wenn du in seine Gegenwart kommst, hat er einen Ort vorbereitet, an dem du sicher bist und zur Ruhe kommen kannst. Dort, in seiner Gegenwart, finden die Lasten der Welt ihren angemessenen Platz im großen Ganzen und die Sorgen schwinden. Wenn du geistliche Erfrischung brauchst, geh zum Schöpfer der Ruhe und verweile dort.
Warum bin ich so müde?
Nehemia 4,4: Und das Volk von Juda sprach: »Die Lastenträger sind mit ihrer Kraft am Ende, aber es gibt noch so viel Schutt. Wir können die Mauer nicht weiterbauen.«
Wir werden müde, wenn die Arbeit zu viel und die Ansprüche an uns zu groß werden.
Hiob 7,3: Auch mir sind Monate der Enttäuschung beschieden worden und Nächte des Elends muss ich durchmachen. (S. Anmerkung auf S. 1098)
Wir werden müde, wenn wir eine lange Krankheit durchstehen müssen und ihrer überdrüssig werden.
2. Korinther 11,27: Ich habe Erschöpfung und Schmerzen und schlaflose Nächte kennengelernt. Oft litt ich Hunger und Durst und habe gefastet. Oft habe ich vor Kälte gezittert und hatte nichts, um mich warm zu halten.
Wir werden müde, wenn wir ständig zu wenig Ressourcen haben.
Sprichwörter 23,4-5: Versuche nicht, mit aller Kraft reich zu werden; sei klug und vergeude deine Zeit nicht damit. Denn der Reichtum kann plötzlich verschwinden – er bekommt Flügel wie ein Adler und fliegt davon.
Wir werden müde, wenn wir zu viel Mühe in eine Arbeit investieren, die es nicht wert ist.
2. Korinther 5,2: Deshalb sehnen wir uns danach, diesen vergänglichen Körper zu verlassen, und freuen uns auf den Tag, an dem wir unseren himmlischen Körper anziehen dürfen wie ein neues Gewand.
2. Korinther 13,4: Auch wir sind schwach in ihm. (S. Anmerkung auf S. 1922)
Wenn wir älter, krank oder schwach werden, werden wir unserer versagenden Körper müde und sehnen uns nach dem neuen Leib, den wir in der Ewigkeit erhalten werden.
Psalm 40,3: Er rettete mich aus dem Sumpf der Verzweiflung, aus Matsch und Schlamm.
2. Korinther 12,7-8: [Mir wurde] ein Dorn ins Fleisch gegeben, ein Bote des Satans, der mich quält … Dreimal habe ich zum Herrn gebetet, dass er mich davon befreie.
Wir werden müde, wenn wir enttäuscht oder entmutigt sind.
Jesaja 28,12: Er hatte ihnen gesagt: »Hier werdet ihr Ruhe finden, die Erschöpften können sich ausruhen«, doch sie wollten nicht hören.
Wir werden müde, wenn wir Gott nicht darum bitten, uns von der gnadenlosen Sklaverei der Sünde zu befreien.
Was kann ich tun, wenn ich müde werde?
2. Samuel 17,28-29: Schlafmatten, Töpfe, Schalen, Weizen, Gerste, Mehl, geröstetes Korn, Bohnen, Linsen sowie Honig, Butter, Schafe und Käse brachten sie David und seinen Männern. Denn sie sagten sich: »Sie müssen nach ihrem langen Marsch durch die Wüste sehr müde sein und großen Hunger und Durst haben.«
1. Könige 19,5-8: Dann legte er sich hin und schlief unter dem Strauch ein. Doch plötzlich berührte ihn ein Engel und sagte zu ihm: »Steh auf und iss!« … Also aß und trank er und legte sich wieder hin. Da kam der Engel des HERRN ein zweites Mal, berührte ihn und sagte: »Steh auf und iss, denn vor dir liegt eine lange Reise!« Er erhob sich, aß und trank.
Sorge für deine körperlichen Bedürfnisse. Bewege dich, ruhe dich aus und iss gesund. Dies alles wird dir helfen, die Müdigkeit zu überwinden. Ungesunde Ernährung oder Angewohnheiten begünstigen Burn-out.
Psalm 68,36: Herrlich ist Gott in seinem Heiligtum, der Gott Israels, der seinem Volk Macht und Stärke schenkt. Gepriesen sei Gott.
Jesaja 40,29-31: Er gibt den Erschöpften neue Kraft; er gibt den Kraftlosen reichlich Stärke. Es mag sein, dass selbst junge Leute matt und müde werden und junge Männer völlig zusammenbrechen, doch die, die auf den HERRN warten, gewinnen neue Kraft. Sie schwingen sich nach oben wie die Adler. Sie laufen schnell, ohne zu ermüden. Sie gehen und werden nicht matt.
Epheser 6,10: Werdet stark durch den Herrn und durch die mächtige Kraft seiner Stärke!
Gott wird dir neue Kraft geben, wenn du müde wirst. Wenn du ihn anbetest, wird er dein Herz erfrischen. Wenn du im Gebet zu ihm kommst, wird er deine Seele erfrischen. Wenn du zu ihm in der Stille kommst, wird er deinen Leib erfrischen. Wenn du zu ihm mit deiner Bedürftigkeit kommst, wird er deinen Geist erfrischen. Wenn du in Dankbarkeit zu ihm kommst, wird er dein Denken erfrischen. Dann fallen die Lasten ab und du schöpfst Kraft von ihm, der Quelle der Kraft.
Worauf muss ich achten, wenn ich erschöpft bin?
Galater 6,9: Deshalb werdet nicht müde, zu tun, was gut ist. Lasst euch nicht entmutigen und gebt nie auf, denn zur gegebenen Zeit werden wir auch den entsprechenden Segen ernten.
Wenn du erschöpft bist, wirst du schneller entmutigt oder gibst der Versuchung nach und sündigst. Du verlierst leichter die Hoffnung, dass die Lage sich wieder bessern wird.
Sprichwörter 30,1-2: Ich bin müde, Gott; ich bin müde und erschöpft. Ich bin gar zu dumm für einen Menschen, ja ich besitze keinen Verstand.
Wenn du erschöpft bist, verzerrt sich deine Wahrnehmung. Dann solltest du keine wichtigen Entscheidungen treffen.
Matthäus 12,36: Ich sage euch: Am Tag des Gerichts müsst ihr euch für jedes böse Wort, das ihr sagt, verantworten.
Wenn du erschöpft bist, sagst du vielleicht Dinge, die du später bereust.
Prediger 1,8: Alles Reden ist mühselig. Nichts kann der Mensch vollständig in Worte fassen. Das Auge kann sich niemals satt sehen und das Ohr kann nie genug hören.
Wenn du erschöpft bist, kann dir das Ziel und der Sinn des Lebens aus dem Blick geraten.
Matthäus 11,28: Dann sagte Jesus: »Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken.«
Psalm 127,2: Es ist vergeblich, vom frühen Morgen bis in die späte Nacht hart zu arbeiten … denn denen, die Gott lieben, gibt er es im Schlaf.
Wenn du ständig müde bist, nimmst du dir vielleicht zu viel vor. Vielleicht will Gott dir dadurch zeigen, dass du das Tempo drosseln sollst.
2. Samuel 17,1-2: Als nächstes sagte Ahitofel zu Absalom: »Lass mich 12.000 Männer auswählen, mit denen ich noch heute Nacht aufbreche und David hinterherjage. Ich bekomme ihn zu fassen, solange er noch erschöpft und entmutigt ist. Er wird in Panik geraten und seine Truppen werden fliehen. Dann werde ich nur den König töten.«
Nehemia 4,4: Und das Volk von Juda sprach: »Die Lastenträger sind mit ihrer Kraft am Ende, aber es gibt noch so viel Schutt. Wir können die Mauer nicht weiterbauen.«
Wenn du erschöpft bist, bist du angreifbarer, weil du nicht mehr so wachsam bist.
Worin unterscheiden sich Ruhe und Faulheit?
Hebräer 4,10: Wer in Gottes Ruhe hineingekommen ist, wird sich von seiner Arbeit ausruhen, so wie auch Gott nach der Erschaffung der Welt geruht hat.
2. Thessalonicher 3,11: Wir haben nämlich gehört, dass einige von euch ein untätiges Leben führen, nicht arbeiten wollen und ihre Zeit nutzlos vertun.
Faulheit sucht Ausreden für die Aufgaben, die nicht erledigt sind. Ruhe ist der Lohn für gut geleistete Arbeit.
Psalm 73,12: Schau dir diese gottlosen Menschen an – während ihr Reichtum wächst, führen sie ein angenehmes und sorgloses Leben.
2. Thessalonicher 3,6: Haltet euch von jedem Bruder fern, der untätig ist und nicht so lebt, wie wir es euch vorgelebt haben.
Sprichwörter 12,11: Wer hart arbeitet, hat genug zu essen; nur dumme Menschen vertun ihre Zeit.
Wenn sich unser Lebensstil nur noch um das Nichtstun dreht, sind wir egoistisch und faul. Vergeudest du deine Zeit mit Nichtstun? Ruhe aus, wenn Zeit dafür ist, dass Gott dich erneuert und erfrischt. Mache die Ruhe aber nicht zum Lebensinhalt.
Zusagen von Gott
Psalm 145,14: Der HERR hält die fest, die hinfallen, und hilft denen auf, die zusammengebrochen sind.
Matthäus 11,28: Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken.