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Bedrohungen und Verlustängste

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Die zentrale Emotion bei Gefahr ist Angst. Angst bewahrt uns davor, äußerst riskante Dinge zu tun. Zum Beispiel eine belebte Straße ohne Blick nach rechts und links zu überqueren oder eine Felswand ohne Sicherung hochzuklettern. Angst schärft die Sinne, schützt das Überleben und kann den Geist für Neues beflügeln doch sie kann auch lähmen und krank machen. Es bringt daher wenig, die Befürchtungen von Frauen vor dem großen »W« als irrational abzutun oder mit Hormondefiziten zu erklären. Mit Belehrung, Spott oder Bagatellisieren macht man es ihnen unnötig schwer, sinnvoll damit umzugehen. Solange Angst übertüncht wird, blockiert sie das Gehirn und verhindert, eine neue, bedrohlich erscheinende Situation realistisch einzuschätzen und zu bewältigen. Deshalb ist es wichtig, dass sie benannt und ausgesprochen werden darf.

Ängste, die im Gespräch häufig geäußert werden, sind:

 die Angst vor starken Beschwerden

 die Angst vor Erkrankungen

 die Angst, verrückt zu werden

 die Angst vor dem Fremdgehen des Partners

 die Angst vor dem Alter und Einsamkeit

 die Angst vor Altersarmut

 die Angst vor dem Verlust der Attraktivität

 die Angst vor dem Verlust der Weiblichkeit

 die Angst, nicht mehr gebraucht zu werden

 die Angst, keinen Sex und keinen Spaß mehr im Leben zu haben

Sie sind weder verrückt noch die einzige mit solchen Ängsten. Verstärkung holen ist besser als runterschlucken. Nicht immer reichen dafür Ihr Arzt oder Apotheker: Wenn Sie einen verständnisvollen Partner oder eine gute Freundin haben, reden Sie mit ihnen darüber. Tipps und Anregungen gibt es bei Gleichgesinnten, zu denen Sie Nähe aufbauen können. Auch in ländlichen Regionen werden Vorträge und Kurse rund um den Wechsel angeboten, vielerorts bilden sich Selbsterfahrungsgruppen. Wenn das nichts für Sie ist, kann eine fundierte Beratung sinnvoll sein, es muss nicht gleich die tiefe Psychoanalyse sein. Information, Austausch und Gespräche helfen, Ängste zu klären, zu sortieren und abzubauen. Die Frage lautet: Was und wen brauche ich jetzt, damit es mir besser geht? Wo finde ich Halt und Beistand?

Gut durch die Wechseljahre für Dummies

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