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3.Die Indianerkriege

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Ab dem Jahre 1500 sind die Europäer in alle Teile der Welt ausgewandert und haben bis ins Jahr 1900 Nordamerika, Südamerika, Afrika, Australien, Neuseeland, Indien und die Küsten von China erobert und besetzt. Das primäre Ziel der Europäer war es, Handel zu treiben und Gewinne zu realisieren. Wenn die Einheimischen Widerstand leisteten, wurden sie von den Europäern versklavt und getötet. Einige Einheimische wurden verschleppt und in den europäischen Zoos als Attraktion ausgestellt. Die imperiale Herrschaft der Europäer über weite Teile der Welt war ein brutales System der Unterdrückung, basierend auf Gier nach Geld und Rohstoffen, Rassismus und missionarischem Eifer.

Die Europäer handelten sehr unbewusst und brutal, sie waren nicht willens oder fähig, die anderen Menschen als gleichberechtigte Mitglieder der Menschheitsfamilie zu betrachten. Das UNO-Gewaltverbot gab es damals noch nicht. Das christliche Gebot »Du sollst nicht töten« wurde von den Imperialisten missachtet. In Nordamerika wurde die indianische Urbevölkerung ausgerottet. Von fünf Millionen Indianern, die vor der Ankunft der Engländer in Nordamerika lebten, waren nach den Indianerkriegen nur noch 250000 übrig, weggesperrt in Reservate. Dies bedeutet, dass mehr als vier Millionen Indianer durch Krieg und aus Europa eingeschleppte Krankheiten dahingerafft wurden. Diese vier Millionen Toten sind »die erste Ursünde der amerikanischen Gesellschaft«, erklärt der einflussreiche US-Intellektuelle Noam Chomsky. Über diese Ursünde wird in den USA noch heute aus Scham nur wenig gesprochen.78

Das Gefühl der Überlegenheit gegenüber fremden Kulturen und der Glaube an Gewalt sind nicht von den USA erfunden worden, sondern entstammen dem europäischen Kolonialismus. Heute gibt es zum Glück auf beiden Seiten des Atlantiks immer mehr Menschen, die ein anderes Bewusstsein haben, sich in Achtsamkeit üben und sich der Friedensbewegung verpflichtet fühlen. Sie teilen die feste Überzeugung, dass wir die größten Probleme im 21. Jahrhundert nicht mit Gewalt lösen können, und dass keine Kultur der anderen überlegen ist, weil alle Menschen zur Menschheitsfamilie gehören.

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