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Nacht der Wunder

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Die intensive Zeit der Raunächte vom 25. Dezember bis zum 6. Januar findet ihren Abschluss und die Energien, die uns während dieser Tage und Nächte umgeben haben, legen sich nach und nach wieder zur Ruhe, während sich das Rad des Jahres ebenso langsam wieder in Bewegung setzt. Über die Zeit zwischen den Zeiten stand es still. Nichts sollten wir tun, sondern einfach einmal nur ruh’n.

Die Botschaften der Spirits galt es wahrzunehmen und die eigenen Empfindungen von Zeit und Raum einmal vollständig aufzulösen. Gesetze, die sonst das ganze Jahr über gelten, wurden ebenfalls aufgehoben. Nichts war »normal«. Eintauchen in den leeren Raum war gefragt. Kein Tun, kein Rennen, kein Leisten, kein Denken, kein Manipulieren, kein bewusstes Handeln. Einfach einmal nur SEIN, sich hingeben und vertrauen, wahrnehmen und spüren, bei sich bleiben und nicht im Außen nachsehen.

Sobald wir uns ganz auf sie einlassen und sie wirklich nutzen, tut sich in diesen Tagen und Nächten extrem viel. Wenn wir uns ihren Kräften hingeben, den Mut haben, wirklich bei uns nachzusehen und nicht bei anderen, dann löst sich so vieles und wird damit endgültig erlöst.

Jedes Jahr gehen wir freier und leichter daraus hervor und so spüren wir in diesen Tagen tatsächlich eine neue Leichtigkeit und Freiheit.

Die Energien beruhigen sich, während das neue Jahr sich zu bewegen beginnt. Das Jahresrad wird angestoßen und wir können unsere neuen Wege im eigenen Tempo, das gerne noch sehr gemächlich sein darf, beschreiten, denn noch ist es nicht an der Zeit, alle guten Vorsätze in die Tat umzusetzen. Die Natur befindet sich in der Winterruhe und genauso sollten wir auch noch etwas Ruhe geben.

Gut Ding braucht Weile!

Die zwölfte und letzte Raunacht wird auch »Nacht der Wunder« genannt, denn in ihr kann vieles gewandelt werden. Der Jahreskreis schließt sich und damit werden die Schleier vor der geistigen Welt wieder dichter. Heute kannst du alles wieder gut machen, was in der letzten Zeit nicht so gut gelaufen ist, und dir wünschen, was dir wirklich wirklich am Herzen liegt.

Wünsche und Rituale sind jetzt besonders kraftvoll, somit ist es ein guter Zeitpunkt, um um Hilfe und Heilung für schwierige Lebenssituationen zu bitten oder auch darum, Neues auf einen guten Weg zu bringen.

Nimm dir Zeit, zünde eine Kerze an und lass die letzten 12 Nächte und Tage an dir vorüberziehen, ganz ähnlich, wie du im Dezember auf das Jahr zurückgeblickt hast. Welche Themen haben dich beschäftigt, welche Träume, Begegnungen und Erkenntnisse waren wichtig? Was nimmst du mit ins neue Jahr, was darf endgültig losgelassen werden?

Wenn du dir Notizen gemacht hast, lies sie jetzt in Ruhe durch und finde deine Essenz.

Wenn du magst, räuchere deine Räume ein letztes Mal mit Myrrhe, und dann, um Mitternacht, öffne alle Fenster und Türen und lass den Wind als Segen für das neue Jahr in dein Zuhause ein. Mit dem Gedanken, dass sich jetzt alles, was nicht mehr dient, lösen darf, damit Heilung geschieht und neue Energien einströmen können.

Begrüße das Jahr mit neugierigen Augen und wachen Sinnen, lass jeden neuen Tag sich in deinem Herzen entfalten, sodass es eine gute Zeit für dich wird. In schwierigen Momenten kann dir die Natur einen Raum schenken, in dem du innehalten und dich sammeln kannst.

Zeit für Achtsamkeit

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