Читать книгу DAS GEHEIMNIS DER 7 FEIGEN - ELIYA LOREN - Страница 26
ОглавлениеPAPPENHEIM II
Ich schickte ihm ein Bild mit einer Muschel.
P.: Schau, in der Mitte der Muschel – so fühle ich mich, wenn du bist tief in mir und ich schlafe mit dir. In diesem kleinen Punkt in der Mitte der Muschel liegt meine Sehnsucht und schwebt meine Erfüllung, unsere Poesie und unsere Leichtigkeit, unser Eros und unsere Wurzel.
Dies alles teile ich nur mit dir.
Als Antwort kam eine sms mit der Bitte, dass ich ihn anrufen soll. Fabiano ist sehr mit seinem Auftragsbild beschäftigt und beklagt sich, dass er sich durch den Stress mit Andrea schwer auf sein Bild konzentrieren kann.
F.: Es gibt Oeren (Ohren) hinter den Türen. Daswegen, ich schicke diese klangloses Kuss durch ein sms … Aber tief! F.
26. August
Gestern rief Fabiano an, dass er kommen wolle, bevor er nach Paris fährt. Andrea ist weggefahren. Sie verriet ihm nie, wohin sie fuhr und wie lange sie bleiben würde. So hielt sie ihn natürlich ganz schön in Schach und somit auch in einer Handlungsunfähigkeit. Dann erfuhr er plötzlich von Symeon, dass Andrea in Paris sei. Wohin er auch demnächst fahren würde.
»Magst du nicht nach Pappenheim kommen? Dann könnte ich, bis du hier bist, noch an meinem Bild weiterarbeiten«, bat mich Fabiano.
Konnte ich ihm einen Wusch abschlagen?
27. August
Also packte ich am Samstag meine Siebensachen und alle Zutaten für eine Fischsuppe ein und fuhr gegen 17 Uhr los in Richtung Pappenheim.
Kurz nach 19 Uhr war ich dann bei ihm, meinem „Pappenheimer“. Er wollte noch zwei Stunden malen, und ich schmiss mich voller Elan samt meiner kreativen Kochkünste in die Küche. Es war eine schöne alte Küche, aber besonders gepflegt war sie nicht. Andrea schien es mit der Sauberkeit nicht ganz so genau zu nehmen. Also putzte ich erst einmal gründlich die Küche, bevor ich mit der Zubereitung der Fischsuppe begann. Zum Dessert bereitete ich ein Tiramisu zu. Ich wusste, dass das sein Lieblingsdessert war. Er war begeistert! Die Liebe geht eben doch durch den Magen. Wir saßen noch lange am Tisch und tauschten uns aus.
Egal, wie spät es war und wie viel er gearbeitet hatte, für die Liebe war er nie zu müde, und hatte immer Energie für zwei. Er vereinnahmte mich mit seiner ganzen Phantasie und liebte mich mit einer Intensität, die mich bedingungslos machte. Ich verlor mich in seinen Umarmungen und erwiderte seine Küsse. Er sah mich an: »Das, was ich mit dir empfinde und in mir spüre, fühle ich nur mit dir. Das kann ich nur mit dir fühlen und teilen.«. Gibt es eine schönere Liebeserklärung? Mir geht es schließlich genauso. Manchmal empfinde ich ihn wie einen Schmetterling in mir, und doch immer ist es (s)eine Tiefe, die mich so stark berührte.
Diesmal war es leider ein sehr kurzes »Intermezzo«. Nur eine einzige Nacht. Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, brachte ich ihn zum Zug, der ihn nach Paris bringen sollte. Abschiede mochte ich nicht, ich hasste sie regelrecht. Deshalb bringe ich niemanden gerne zum Zug.
Meine Rückfahrt war anstrengend. Viel Verkehr, jede Menge Staus – ich brauchte knapp drei Stunden. Und das alles für nur eine klitzkleine Nacht! Ich war leicht genervt. Völlig ermattet kam ich zu Hause an. Welch einen Riesenaufwand betrieb ich für so ein kurzes Treffen?
P.: Möchtest du gar nicht wissen, ob deine leichte Brise wohl behütet wieder zu Hause angekommen ist? Oder ist sie schon so schnell verflogen? Ich wünschte, ich könnte deine Wogen glätten und du könntest sagen, dass du deine leichte Brise wenigstens ein winziges bisschen liebst … Deine Perle.
»Auf jeden Fall sehr viel mehr, als nur ein winziges bisschen liebe ich dich!«, beteuerte Fabiano.
Er erzählte mir, dass Andrea mit Symeon ihre „Ehe-Probleme“ besprechen und in Paris bleiben wollte. »Symeon und mir ist das gar nicht recht. Ich wollte mit Symeon arbeiten, um das Appartement auf der Isle St. Louis einzurichten, und sie würde nur stören«, murrte er. »Und außerdem wiederholen sich alle Gespräche zum tausendsten Mal. Ich rufe dich am Montag an, um dir die „Fortsetzungsgeschichte Andrea“ zu erzählen.«
P.: Hijo de la manana28 – ich genieße noch deine leidenschaftlichen Küsse und Umarmung und unsere intimsten Innigkeiten von gestern! Und jetzt mein Bett! Gute Nacht. P.
Fabiano hatte natürlich nicht am Montag, wie versprochen, angerufen. Es ist gar nicht so leicht, sich auf sich selbst zu besinnen, wenn man so verliebt ist, wie ich es war. Was ist es nur, was mich an diesem Mann so fasziniert? Es musste eine tiefe Seelenverwandtschaft sein, die man nicht analysieren und erklären kann.
31. August
F.: Meine liebe Paolina ist die stralende, warmes, schonen Wetter oder dein erinerung? F.
28 Sohn von morgen