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DAS ZUSAMMENWACHSEN DER BEIDEN LÄNDER DIE THINITENZEIT (1. UND 2. DYNASTIE, CA. 3032–2707 V. CHR.)

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Das politische Einigungswerk kann unter Narmer formell erfolgreich abgeschlossen werden, aber man soll nicht vergessen, dass die unterägyptische Bevölkerung – obwohl kulturell »naqadasiert« – die Annektierung und Okkupation aus dem Süden nicht ohne Weiteres hinzunehmen bereit gewesen ist.

Unter Narmers Sohn und Nachfolger wird deshalb eine Reihe von Neuerungen eingeführt, um die Position des neuen gesamtägyptischen Königtums zu festigen. Aufgrund der Fülle von Innovationen wird dieser in späterer Zeit als Begründer einer neuen Dynastie betrachtet. Dieses Phänomen, dass eine tatsächliche familiäre Linie abgetrennt und einen neuen Abschnitt beginnen lässt, ist in der ägyptischen Geschichte häufig zu beobachten; ich möchte einen solchen Wechsel, der nur auf der Grundlage von Erneuerungen vollzogen wird und etwaige Blutsverwandtschaften ignoriert, das »innovative Element« nennen.

Die spätere Tradition setzt einen König Meni oder Menes an die Stelle des ersten Herrschers der 1. Dynastie, was während der wissenschaftlichen Beschäftigung mit jener Zeit für eine gewisse Verwirrung gesorgt hat, denn kein Herrscher trägt diesen Namen. Allerdings lautet Ahas Geburtsname Men, diesen benutzt er, wie seine Vorfahren, nach dem Regierungsantritt nicht mehr und nennt sich auf offiziellen Denkmälern nur noch Horus Aha – Der Kämpfer.

Am Anfang war Ägypten

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