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Neunter Januar
ОглавлениеEs war einmal ein Land, das von einem Ritter beherrscht wurde. Dieser Ritter besaß den Namen Daniel. Daniel lebte auf seiner Burg nicht alleine. Dort lebten viele Menschen. Aber nicht nur Menschen, auch Tiere lebten dort. Große und kleine. Um die Tiere kümmerte sich die Gefolgschaft von Daniel. Zu mindestens um die Nutztiere.
Auf Daniels Burg gab es natürlich auch Mäuse und wilde Tauben. Darum kümmerte sich keiner. Diese Tiere brachten schließlich keinen Nutzen, anders als Hühner, Kühe und Schweine.
Daniel hatte nicht nur eine Gefolgschaft, sondern auch einen Berater. Dieser trug den Namen Elias. Elias wurde immer dann befragt, wenn Daniel einen Rat brauchte.
Als eines Tages im Januar ein Schneemonster auftauchte, war es wieder einmal so weit. Daniel nahm die Herausforderung an. Er schnappte sich sein Schwert und ritt dem Schneemonster entgegen.
Dort angekommen, musste Daniel feststellen, dass sein Schwert nutzlos war. Wenn Daniel das Schneemonster mit seinem Schwert traf, zerfiel das Schneemonster kurz in zwei Hälften. Doch nur wenige Augenblicke später war das Schneemonster wieder eins. Die zwei Hälften zerschmolzen zu einer.
Daniel konnte seine Gefolgschaft nicht im Stich lassen, doch er musste sich erst einmal zurück ziehen. Daniel suchte Elias auf. Elias sollte wissen, wie das Schneemonster besiegt werden kann. So hoffte es zu mindestens Daniel.
Daniel brauchte einige Zeit, um Elias zu finden. Dort, wo Elias immer war, fand Daniel ihn nicht. Daniel ließ Elias ausrufen. Nach einiger Zeit hörte Elias seinen Namen und kam zu Daniel. Als Daniel Elias sah, wurde Elias von Daniel befragt.
Elias hatte keine Antwort darauf, wie das Schneemonster zu besiegen wäre. Er kannte aber eine gute Fee namens Daniela. Daniela sollte eine Antwort haben. Dies meinte und hoffte Elias. Daniel glaubte ihn und ritt los ohne groß nachzudenken, ob er etwas mitnehmen sollte. Da Daniel aber nicht wusste, wo Daniela zu finden war, wo Daniela wohnte, nahm er zu mindestens Elias mit. Zusammen ritten sie in den Osten. Der Osten war dort, wo morgens die Sonne aufgeht.
Daniel und Elias ritten rund eine halbe Stunde, bis sie an einen Wald kamen. Dieser war nicht nur dunkel, dort war es finster wie die Nacht. Die Beiden mussten das Tempo reduzieren. Sie konnten nur wenige Meter sehen. So war es viel zu gefährlich in hohem Tempo weiter zu reiten.
Der Ritt durch den Wald benötigte rund vierundzwanzig Minuten. Während sie den Wald passierten, hörten sie immer wieder eine Stimme, die sprach "Knusper knusper knäuschen, wer knuspert an mein Häuschen?" Mal war die Stimme leise, mal war sie laut zu hören. Jedes Mal antwortete Daniel und Elias "der Wind, der Wind, das himmlische Kind!"
Daniel und Elias waren froh, als sie den Wald hinter sich lassen konnten. Nun konnten sie wieder ihr Tempo erhöhen und waren wenige Minuten später bei Daniela der guten Fee. Dort erzählte Daniel von dem Schneemonster. Er erzählte, das er es mit seinem Schwert nicht besiegen konnte. Nun brauchte er die Hilfe von Daniela.
Daniela half ihm. Sie braute einen Trank. Es war ein besonderer Trank. Dieser Trank musste über das Schwert von Daniel gegossen werden. Dann konnte dieses Schwert das Schneemonster besiegen.
Blöderweise hatte Daniel sein Schwert in der Burg vergessen und so musste Daniel erst zurück zu seiner Burg. Da es nicht reichte, nur das Schwert zu übergießen, musste Daniela die Fee mit zur Burg. Nur durch ihre magischen Worte sollte der Trank das Schwert verzaubern. Nur mit diesem verzauberten Schwert konnte das Schneemonster besiegt werden.
Daniel, Elias und Daniela machten sich auf, um Daniels Burg so schnell wie möglich zu erreichen. Doch heute schafften sie es nicht mehr. Irgendwann morgen sollten sie die Burg von Daniel erreichen. So war es zu mindestens geplant. Ob es auch so kam, dass werden wir morgen erfahren.