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Fünfzehnter Januar

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Es war einmal ein Mädchen und ein Junge, die sich im Wald verirrten. Beide waren neugierig. Beide kamen an ein Lebkuchenhaus und übernachteten dort. Eigentlich wollten beide nur eine Nacht bleiben und am nächsten Tag wieder nach Hause gehen. Doch es kam anders.

Die Bewohnerin des Hauses war nicht irgendwer. Die Bewohnerin war eine böse Fee und wurde Emilia genannt. Emilia wollte die beiden Kinder essen und hielt sie gefangen. Während der Junge namens Gregor im Käfig war, musste das Mädchen mit dem Namen Flora der bösen Fee im Haus helfen. Flora konnte nicht fliehen, denn um das Haus war eine Art unsichtbarer Zaun, den Flora nicht überwinden konnte.

Gregor und Flora blieben nur drei Tage gefangen, dann gelang ihnen die Flucht. Flora sollte der bösen Fee beim Brot backen helfen und weigerte sich, die Brotlaibe in den Ofen zu schieben. Als die böse Fee die Brotlaibe selber in den Ofen schieben wollte, schob Flora die böse Fee in den Ofen. In dem Moment, in dem die böse Fee brannte, zerfiel der Käfig, in dem Gregor gefangen gehalten wurde.

Wenige Augenblicke später begann das Haus einzustürzen und der unsichtbare Zaun verschwand. Flora und Gregor konnten sich geradeso retten. Sie standen einen Moment vor den Trümmern, als sie einen Weg sahen, der hinter dem Haus begann. Dieser Weg begann zu leuchten und die Kinder folgten dem Leuchten.

Die beiden Kinder gingen rund eine Stunde, als das Leuchten aufhörte. Sie sahen eine Kiste und öffneten diese. Beide konnten kaum glauben, was sie darin sahen. Der Inhalt glitzerte und glänzte. Auf den ersten Blick schien es Gold zu sein. Doch mit dem zweiten mussten die Kinder sehen, dass es nur Süßigkeiten waren. Süßigkeiten, die nur so aussahen, als wären sie Gold. Die beiden liebten Süßigkeiten und naschten vom Inhalt.

Bis Gregor plötzlich auf etwas Hartes biss. Das war keine Süßigkeit, das war Gold! Gregor versuchte noch von den anderen Talern zu naschen, doch es gelang ihm nicht mehr. Jeden Taler, in den er biss, war nun Gold. Auch Flora hatte kein Glück mehr. Auch sie fand keine Süßigkeit mehr, sondern nur noch Gold.

Im ersten Moment waren Flora und Gregor traurig, im zweiten glücklich. So viel Gold, wie in der Kiste lag, die beiden Kinder waren reich. Die Beiden versuchten, die Kiste zu tragen, doch die Kiste war zu schwer. Die beiden Kinder brauchten Hilfe.

Zum Glück kam genau in diesem Moment ein junger Herr vorbei. Dieser Herr trug den Namen Heiko. Heiko dachte, dass den Kindern die Kiste gehörte und ihnen nur zu schwer war. So half Heiko den Kindern beim Tragen, oder besser gesagt, er trug die Kiste. Heiko geleitete zuerst Flora nach Hause, denn er kannte den Weg, den die Kinder suchten. Als Flora dank Heiko zu Hause ankam, nahm Sie sich einige Goldstücke und überraschte ihre Eltern, die nach langer, erfolgloser Suche wieder heimkehrten.

Nachdem Flora ihre Eltern wiedersah, ging Heiko mit Gregor zu Gregors Eltern. Dort nahm sich Gregor einige Goldmünzen und lebte von dort an glücklich und zufrieden bei seinen Eltern.

Heiko durfte die Kiste behalten, in den noch einige Goldmünzen lagen. Er machte sich nichts aus dem Gold und wollte das Gold eigentlich tauschen. Gegen was, das wusste Heiko noch nicht. Heute wusste er es noch nicht. Da es mittlerweile schon spät war, suchte sich Heiko ein Wirtshaus und übernachtete dort. Mit den Goldmünzen wollte er sein Essen und das Zimmer für die Nacht bezahlen. Am nächsten Tag wollte Heiko hinausziehen, um seine Goldkiste gegen etwas anderes einzutauschen. Doch heute machte er erst einmal die Augen in seinem gemieteten Zimmer zu.

Erzählen-AG: 366 Kindergeschichten

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