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9. Der deutsche Beitrag

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Es waren die Kolonialmächte England und Frankreich, später auch die USA, die eine intensive Ausgrabungstätigkeit im Vorderen Orient entfalteten. Zwar gab es auch deutsche Initiativen in Megiddo, Jericho und Sichem, aber ein Neuanfang war nach den beiden Weltkriegen schwierig und teilweise unmöglich. Erst ab den siebziger Jahren des 20. Jh.s konnten deutsche Archäologen sich wieder an Ausgrabungsprojekten in Israel beteiligen. Heutzutage gibt es mehrere deutsche Projekte in Israel und Jordanien. Trotz wichtiger Beiträge lag hier aber nicht die eigentliche Kraft der deutschen Wissenschaft. Als zwölf Jahre nach der Gründung des Palestine Exploration Fund der Deutsche Palästina Verein 1877 gegründet und 1900 die Stiftungsurkunde des Deutschen Evangelischen Institutes für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes ratifiziert wurde, begann mit den Direktoren Gustaf Dalman (1855–1941), Albrecht Alt (1883–1956) und Martin Noth (1902–1968) die Erarbeitung einer Landeskunde, die ihresgleichen sucht. Dalman erforschte und beschrieb die Welt Palästinas am Anfang des 20. Jh.s und zeigte mit seinen Bänden über »Arbeit und Sitte in Palästina«, die auch jetzt noch eine Fundgrube sind, wie Vergangenes bis in seine Zeit hinein weiterlebte. Albrecht Alt zielte ab auf eine historisch-dynamische Synthese der Spezialdisziplinen Kartographie, Geologie, Klimatologie, Botanik und archäologische Oberflächenforschung als Beitrag zur historischen Geographie und Siedlungs- und Territorialgeschichte.41 Diese Tradition machte das Deutsche Institut einzigartig. Es fand ein Brückenschlag statt zwischen geduldiger, kritischer Analyse der literarischen Quellen und der Landeskunde im weitesten Sinne.

Die Welt der Hebräischen Bibel

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