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Zeuge hierüber ist uns der heilige Apostel, indem er so spricht:118 „Woraus ihr, wenn ihr es leset, meine Einsicht in das Geheimniß Christi erkennen könnet, welches in den vorigen Zeiten den Menschenkindern nicht kund wurde, wie es nun geoffenbaret worden ist.“ Und wiederum:119 „Mir, dem Geringsten aller Heiligen, ward diese Gnade verliehen, unter den Heiden die unerforschlichen Reichthümer Christi zu verkündigen, und Alle zu erleuchten, was es für eine Beschaffenheit habe mit dem Geheimnisse, welches von Ewigkeit her in Gott verborgen war.“ Dieses also ist das Geheimniß, von dem auch der Herr sagt:120 „Es gibt nichts Verborgenes, was nicht erkannt werden soll, und es gibt nichts Geheimes, was nicht geoffenbart werden wird.“ Allein der Psalm enthält Geheimnisse, nicht ein Geheimniß. Recht so; denn das folgende lehrt, daß es mehrere, nicht Eines, gewesen seyen. Denn es ist ein Geheimniß, daß Gott des menschlichen Heiles wegen nicht in seiner himmlischen Glorie und in der Herrlichkeit seines Namens geblieben ist, sondern die Gestalt des menschlichen Leibes angenommen hat. Es ist auch ein Geheimniß, daß er die Natur des menschlichen Fleisches nicht nach der allgemeinen Zeugungsweise angezogen, sondern daß sie von einer Jungfrau ausgegangen, von einer Jungfrau geboren, und ohne unsern Anfang der Entstehung gezeugt worden ist. Es ist ein Geheimniß, daß der, welcher gestorben ist, aus dem Tode wieder auflebte, und die Herrlichkeit der Unsterblichkeit dem Leibe nach erhielt. Aber dieses ist nicht das Ende.

Abhandlungen über die Psalmen, Band 1

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