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Der Psalm, welcher gelesen wurde, hat die Ueberschrift: „Zum Ende.“ Wenn alle diese Ueberschrift hätten, so gäbe es keine Schwierigkeit; denn die Allgemeinheit würde alle Untersuchung ausschließen. Allein da jeder eine andere Ueberschrift hat, so können die verschiedenen Aufschriften nur aus verschiedenen Ursachen entstanden seyn. Diejenigen aber, welche „am Ende“ überschrieben sind, haben einen doppelten Sinn; denn entweder enthalten sie, was am Ende seyn wird, oder es gibt das Ende des Psalmes die vollkommene Erklärung dessen, was im ganzen Psalme gesagt wird. Es ist aber in diesem Psalme Alles hart, schauerlich, verdrießlich, voll Schmähungen, voll Vergehungen, schwer von Klagen. Er ist kein Bekenntniß zu Gott, kein Frohlocken in Freuden, kein Gesang in Chören; sondern eine Anklage gegen die Gottlosen, eine Klage über die Widerspenstigen, Schmerz für die Betrübten. Denn er sagt: „Der Thor spricht in seinem Herzen: „Es ist kein Gott.“ Verderbt sind sie, und abscheulich sind sie geworden in ihren Gesinnungen. Keiner ist, der Gutes thut, auch nicht Einer.“ u. s. w. Am Ende folgt: „Wer wird Israel das Heil aus Sion geben? Wenn der Herr abwendet die Gefangenschaft seines Volkes, wird Jakob frohlocken, und Israel sich freuen.“

Abhandlungen über die Psalmen, Band 1

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