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Es folgt nämlich nach den Worten: „Euere Hände sind voll Blutes,“ dieses:66 „Waschet euch, reiniget euch, entfernet die Bosheit von euern Herzen, von dem Anblicke meiner Augen. Lernet Gutes thun, suchet, was vernünftig ist, befreiet den, welcher Unrecht leidet, schaffet dem Waisen Recht, und beschützet die Wittwe. Alsdann kommet und klaget über mich, spricht der Herr. Und wenn euere Sünden so roth wie Scharlach wären, so will ich sie doch so weiß wie Schnee machen; und wenn sie so roth wie Purpur wären, so will ich sie doch so weiß wie Wolle machen. Wollet ihr, und gebet ihr mir Gehör, so sollet ihr die Güter des Landes genießen. Wollet ihr aber nicht, und gebet ihr mir nicht Gehör, so wird euch mein Schwert aufzehren. Denn der Mund des Herrn hat es gesagt.“ Es folgt auf den Schrecken Güte; und für die, von welchen schon die Strafe der Sünde verschuldet ist, für diese ist noch das beseligende Bekenntniß eines reumüthigen Bewußtseyns übrig. Denn nicht sogleich vernichtet Gott in seinem Zorne, sondern er redet noch und macht, indem er die Strafe noch mit Stillschweigen übergeht, nur bestürzt in seinem Unwillen. Denn die, welche wie Purpur und Scharlach waren, weil sie durch das auf die Hände strömende Blut entstaltet worden sind, werden weiß wie Schnee werden, und weiß seyn durch die Bekleidung mit dem beseligenden Felle. Dieses ist aus dem Zeugnisse des alten Testamentes genommen: nun lasset uns sehen, ob auch in dem neuen sich erkennen lasse, daß der Zorn Gottes so beschaffen sey, daß er selig mache.

Abhandlungen über die Psalmen, Band 1

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