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4.4 Zusammenfassung

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Sprachtheoretische Ansätze gehen entweder von keinerlei Beziehung zwischen Sprache, Denken und Wirklichkeit aus (UniversalismusUniversalismus), von der Möglichkeit einer gegenseitigen Beeinflussung (RelativismusRelativität, sprachliche, Relativismus, Sapir-Whorf-Hypothese) oder von der Abhängigkeit des Denkens von der Sprache (DeterminismusDeterminismus). Verschiedene Studien bestätigen lediglich die Auffassung des Relativismus.

Sprachen wirken auf ihre Sprecher/innen ein und können dadurch das Denken beeinflussen und mithin das Handeln ebenfalls. Die jeweilige Wirklichkeit ist eine relative und abhängig von der Sprache und von der Kultur, die immer eine etwas spezifische Sicht der Welt hat und sie mit durch Sprache vermittelt. Die relativistische Sicht macht sprachliche, kulturelle und biologische Systeme durchlässig und öffnet sie für einander. Das erklärt, dass bewusst eingesetzte lexikalische und grammatische Strategien zum eigenen Nutzen verschweigen, verschleiern oder beschönigen können. Wortwahl und Formulierungen wirken darauf ein, wie Rezipient/innen über den entsprechenden Sachverhalt denken. Über den richtigen Sprachgebrauch kann so die Wahrnehmung beeinflusst werden. Vielfach nicht bewusst wird genderungerechte Sprache als normal empfunden, so dass Diskriminierung unsichtbar wird.

Gender - Sprache - Stereotype

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