Читать книгу Gender - Sprache - Stereotype - Hilke Elsen - Страница 38
5.4 Alternativen
ОглавлениеDie kritischen Diskussionen führten zu der Forderung, u.a. Frauen eigens zu benennen. Dafür bieten sich verschiedene Möglichkeiten an, zum Beispiel die Doppel- oder BeidnennungBeidnennung (Studentinnen und Studenten), Beidnennung mit SchrägstrichSchrägstrich (die Studenten/Studentinnen, die Student/innen), geschlechtsneutralegeschlechtsneutral PersonenbezeichnungenPersonenbezeichnung (Studierende, Lehrende im Plural, LehrkraftLehrer/in, -kraft, -schaft) oder das Binnen-IBinnen-<i>I</i> (StudentInnen, LehrerInnen). Der UnterstrichUnterstrich, auch gender gap genannt (Lehrer_innen), und das SternchenSternchen (Lehrer*innen) verweisen auf die Leerstelle zwischen weiblichen und männlichen Formen und berücksichtigen auch „queer“1. Sie sollen dabei bewusst irritieren (vgl. Bergmann/Schößler/Schreck 2012: 13, Diewald/Steinhauer 2017: 46f.).
Abb. 2: Straßenschild in Basel
Weiter lässt sich der Geschlechtsunterschied lexikalisch, durch den Zusatz von Adjektiven (weiblich, männlich) oder Kompositionsgliedern (Frau, Mann) klären, vgl. männliches/weibliches Kind, Ehefrau/Ehemann. Eine andere Möglichkeit ist Abstraktion: Statt sich zwischen einem Präsidenten und einer Präsidentin zu entscheiden, kann das Präsidium gewählt werden (Bußmann/Hellinger 2003: 157). Alternativ vermeiden geschickte Umformulierungen generische Maskulina, vgl. Antragsteller müssen das Formular vollständig ausfüllen vs. Um einen Antrag zu stellen, ist das Formular vollständig auszufüllen.