Читать книгу ...denn ihrer ist das Himmelreich - Jost Müller-Bohn - Страница 68
3.
März
Оглавление„Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstocket eure Herzen nicht.“
Hebräer 4,7
Seht ihr, Kinder, diesen kranken Mann? Er hat furchtbare Kopfschmerzen und hohes Fieber. Erst kürzlich ist er in seine kleine Wohnung eingezogen und wohnt nun im fünften Stock eines Mietshauses in Berlin. Sein Schulfreund wurde Arzt, der besucht täglich diesen kranken Mann und behandelt ihn auch. Aber die Medizin hilft ihm nicht, das Fieber steigt immer wieder. Er hat eine Krankheit, bei der das grelle Sonnenlicht schädlich für seine Augen ist. Darum hat ihm der Arzt geraten, sein Bett so weit wie möglich vom Fenster entfernt aufzustellen. Nun liegt er in der dunklen Ecke und ist ganz traurig. Das Schlimme an der ganzen Geschichte ist, dass er und sein Freund nicht an Gott glauben und somit auch den Herrn Jesus Christus nicht kennen. Wie der Kranke nun in seinem Dachkämmerlein ganz still im Bett liegt, hört er plötzlich aus dem Nebenzimmer dicht an der Wand eine leise Stimme. Ganz deutlich vernimmt er die Worte: „Heute lebst du, heut‘ bekehr‘ dich, eh‘ es Morgen wird, kann‘s ändern sich.“ Er lauschte ganz aufmerksam. Irgendwelche anderen Worte wurden noch gesprochen, aber dann wiederholte sich der Satz ganz eindringlich: „Heute lebst du, heut‘ bekehr‘ dich, eh‘ es Morgen wird, kann‘s ändern sich.“ Dieser Satz prägte sich in das Herz des Kranken wie ein unauslöschliches Feuer ein.
Am nächsten Morgen kommt sein Freund, der Arzt, wieder. Er ergreift die Hand des Kranken, fühlt seinen Puls und fragt ihn, wie es ihm denn geht.
„Heute lebst du, heut‘ bekehr‘ dich, eh‘ es Morgen wird, kann‘s ändern sich“, antwortet der Kranke.
„Was ist mit dir los?“ fragt der Arzt, „du bist ganz verändert, was soll das bedeuten?“ Er fasst ihn an die Stirn: „Dein Fieber hat nachgelassen, dein Puls geht viel ruhiger, sonst würde ich sagen, du sprichst im Fieberwahn und phantasierst.“ Der Freund schüttelte den Kopf und wiederholt nur: „Heute lebst du, heut‘ bekehr‘ dich…“
Ganz verwirrt verlässt der Arzt seinen Freund und Patienten. Auf dem Heimweg denkt er immer wieder an diesen Satz.
Am nächsten Tag, als er seinen Freund noch einmal besucht, findet er diesen gesund und wie umgewandelt in seinem Zimmer. Er hat seine Bibel in der Hand und liest ihm unser Bibelwort vor: „Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstocket eure Herzen nicht.“
Beide verspüren die Einladung Gottes durch den Heiligen Geist und beten um die Errettung ihrer Seelen.
Sind Gottes Wege nicht wunderbar? Was war geschehen? - Im Nebenzimmer des Kranken saß an jenem Tag der Sohn des Hauswirtes und musste für den Religionsunterricht dieses Lied auswendig lernen. Deshalb wiederholte er immer wieder den Refrain: „Heute lebst du, heut‘ bekehr‘ dich, eh‘ es Morgen wird, kann‘s ändern sich.“
Bekehren heißt: sich zum Heiland hinwenden. Habt ihr euer Herz auch schon dem Heiland übergeben? Er will uns reinigen durch sein heiliges Blut.
Lasst uns nun miteinander singen: „Hab‘ ich Unrecht heut getan, sieh es, lieber Gott, nicht an; deine Gnad‘ und Jesu Blut machen allen Schaden gut!“ Amen.