Читать книгу ...denn ihrer ist das Himmelreich - Jost Müller-Bohn - Страница 84

19.
März

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„Jesus sagte zu allen: Gebt acht! Hütet euch um jeden Preis vor der Habgier. Denn das Leben eines Menschen hängt nicht von seinem Besitz ab, auch wenn dieser noch so groß ist.“

Lukas 12,15; GN

Seht, das kleine Mädchen ist in den Wald gegangen. Im Winter hatte es immer die Vögel gefüttert und nun kannten die Vögel das Mädchen und fürchteten sich nicht vor ihm. Manche Leute haben auch einen Vogel im Vogelkäfig daheim. Es gibt auch Vögel, die sprechen lernen können, wenn man es ihnen immer wieder vorspricht. Oft sind sie sehr schwer zu verstehen, es gibt aber auch solche Vögel, die sehr gut „sprechen“ können. So einen Vogel traf ich einmal im Hause eines Mannes, der sein Geld sehr, sehr liebte. Er hatte eine fromme Frau, die immer in den Gottesdienst ging, aber dieser Mann gab ihr sehr wenig Geld zum Wirtschaften. Sie hätte gern dem Heiland ein gutes Opfer gegeben, damit das Evangelium auch in fernen Ländern verkündigt werden könnte. Wie gesagt, dieser geizige Mann hatte einen Wellensittich, der sehr gut sprechen konnte. Da nun der Mann auch in den Gottesdienst ging, brachte er ihm allerlei fromme Sprüche bei.

Zum Beispiel: „Halleluja! - Preis sei dem Herrn! - Sage allezeit: Lob und Dank!“ konnte der Vogel ausgezeichnet sagen. Einmal fuhren die Eheleute in den Urlaub. Da gaben sie den Wellensittich zu ihrer Tochter, die auch schon verheiratet war, in Pflege. Die Tochter kannte ihren Vater sehr gut, deshalb brachte sie dem Vogel noch einen Satz bei.

Als ich eines Tages wieder in das Haus dieser Leute kam, fragte ich nach dem Vogel. „Ach“, sagte mir die fromme Frau, „hör bloß nicht hin, ich muss mich immer schämen, wenn er spricht und es fremde Leute hören.“

Wisst ihr, was der Vogel jetzt sagte? - „Halleluja - Preis sei dem Herrn - Papa schwimmt im Geld - Sage allezeit Lob und Dank - Papa schwimmt im Geld - Halleluja, Amen.“ So kann es gehen, wenn man zu sehr am Geld hängt, dann muss der Vogel einem die Wahrheit sagen. Ich musste herzlich lachen über diesen Vorfall. Mancher Mensch macht sehr fromme Sprüche, aber im praktischen Leben sieht man nichts davon. Deshalb sagt der Herr Jesus: „Gebt acht! Hütet euch um jeden Preis vor der Habgier. Denn das Leben eines Menschen hängt nicht von seinem Besitz ab, auch wenn dieser noch so groß ist.“

„Der Geiz ist eine Wurzel allen Übels“, steht in der Bibel. Darum wollen wir uns darin üben, freigiebig zu werden, dann kann Gott uns segnen und vor viel Übel bewahren.

Nun wollen wir beten: Herr Jesus, alles, was du hattest, gabst du den Menschen. Du hattest kein Haus, keinen Garten, kein Gold und kein Silber - aber du hast allen armen Menschen geholfen. Du hast die Kranken geheilt und die armen Menschen mit Brot versorgt. Lehre uns, auch Freude daran zu haben, andere Menschen zu beschenken. Amen.


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