Читать книгу ...denn ihrer ist das Himmelreich - Jost Müller-Bohn - Страница 85
20.
März
Оглавление„Sieh nur, der Winter ist dahin, die Regenzeit ist vorbei! Die Blumen zeigen sich wieder auf der Flur; die Zeit der Gesänge ist da; die Turteltaube lässt ihr Gurren wieder hören im Land.“
Hohelied 2,11.12; Bruns
Heute steht im Kalender ganz dick gedruckt: Frühlingsanfang. Ja, das ist so eine Sache, denn das Wetter richtet sich nicht immer nach unserem Kalender. Manchmal hat es noch im April geschneit und in anderen Jahren blühten die ersten Blumen schon im Februar. Vielleicht hat es die Sonne in den letzten Tagen gut mit uns gemeint.
„Wenn ihr heute Lust zu einem Spaziergang in den Wald habt, dann könnt ihr der Mutti einen hübschen Strauß Frühlingsblumen mitbringen. Vielleicht blühen schon die Buschwindröschen. Aber zieht euch noch warm an, denn im Wald ist es kühl, weil die Sonne nicht so gut durch die dichten Tannenäste hindurchdringen kann. Wenn ihr Blumen finden wollt, dann müsst ihr an den sonnigen Stellen Umschau halten. Geht aber nicht zu weit vom Wege ab, Kinder, ihr könntet euch verlaufen“, sagte der Vater, der hinter der Mutter steht, die das kleine Baby auf dem Arm hält.
Die Kinder jauchzen hell auf und singen vor lauter Freude: „Tra-ri-ra, der Frühling der ist da! Wir wollen in den Garten und woll‘n des Frühlings warten, ja, ja, ja, der Frühling der ist da!“
Die kleine Liese gibt der Ziege frisch gepflücktes Gras, der kleine Heiner schwenkt vor Freude seine Mütze und singt immer noch: „Der Frühling der ist da, tra-ri-ra!“ während Jochen auf der kleinen Flöte eine Frühlingsmelodie spielt. Die Suse tanzt auf einem Bein. Sie hat ihre Puppe unter dem Arm, an ihrem Kleid hängt ein kleiner Korb, denn sie meint, man könne im Wald schon Erdbeeren pflücken. Aber das dauert noch wochenlang, nein monatelang. Weil die Kinder so fröhlich sind, wollen wir heute auch ein schönes Frühlingslied singen:
„O, wie ist die Welt so schön in dem Frühlingskleide!
In den Tälern, auf den Höhn Leben, Friede, Freude!
Süße Düfte, Vogelsang, stimmet ein mit Harfenklang!
Singt ein heilig Lied dem Herrn, da im Brautgewande
prangen Fluren nah und fern, jauchzt ihm alle Lande!
Wo sein Lebensodem weht, alles neu verjüngt ersteht.
Darum soll auch Preis und Dank meine Seele bringen
und den heil‘gen Lobgesang meinem Schöpfer singen.
Ist die Erde schon so schön, was wird‘s sein in Himmelshöhn!“
Nun wollen wir beten: Vater, wir danken dir, dass du alle Jahreszeiten geschaffen hast, - der Frühling ist so schön. Die erstorbene, tote Welt steht auf, so wie dein Sohn Jesus Christus auch aus dem Grabe in Jerusalem auferstanden ist. Ja, wir feiern Ostern und freuen uns, dass auch wir auferstehen werden. Amen.