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Russische Spionage und Aktionen der Destabilisierung
Hat sich Russland zum Nutzen von Donald Trump in die amerikanische Präsidentschaftswahl 2016 eingemischt (Russiagate)?
ОглавлениеIn der Sendung »Putin, Herr des Geschehens« vom 17.10.2021 versäumt Caroline Roux es nicht, die russischen Einmischungsversuche in das westliche demokratische Leben zu erwähnen. Sie bezieht sich dabei auf die amerikanische und die französische Präsidentschaftswahl sowie den Brexit.
Unter dem Titel »Untersuchungsbericht zur russischen Einmischung in die Präsidentschaftswahl 2016«, veröffentlicht im März 2019, sollte der Mueller-Bericht bestimmen, in welchem Maß Russland die Wahl von Donald Trump beeinflusst hatte.[191] Letzten Endes erklärt der Bericht, dass Russland möglicherweise ein Interesse daran hatte, sich einzumischen. Aber »die Untersuchung konnte nicht feststellen, dass Mitglieder des Trump-Wahlkampfteams sich heimlich mit der russischen Regierung verabredet oder mit ihr zusammengearbeitet haben bei ihren Aktivitäten der Wahlbeeinflussung«.
Der stark medienwirksame Skandal der russischen Einmischung in die amerikanische Präsidentschaftswahl 2016 (Russiagate) ruht auf drei Säulen:
• dem Vorwurf der Kollusion (heimliche Absprache) zwischen Donald Trump und Russland, erläutert in einer Akte, die vom ehemaligen Agenten des Britischen Geheimdienstes MI-6, Christopher Steele, verfasst wurde und die behauptet, Russland »kontrolliere« Trump mithilfe von kompromittierenden (enthüllenden) Dokumenten (auf Russisch »Kompromat«)[192];
• einer Einflusskampagne in den sozialen Netzwerken, welche von Hackern durchgeführt wurde, die für den russischen Militär- (GRU) und Inlandsgeheimdienst (FSB) arbeiten;
• dem Diebstahl von E-Mails von den Rechnern der Wahlkommission der Demokratischen Partei durch Hacker der russischen Nachrichtendienste.
191
https://www.justice.gov/archives/sco/file/1373816/download
192
https://www.documentcloud.org/documents/3259984-Trump-Intelligence-Allegations.html