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Russische Spionage und Aktionen der Destabilisierung
Hat sich Russland zum Nutzen von Donald Trump in die amerikanische Präsidentschaftswahl 2016 eingemischt (Russiagate)?
Die Steele-Akte
ОглавлениеDie »Steele-Akte« ist ein als VERTRAULICH eingeordnetes Dokument, das von einem gerade verfügbaren ehemaligen Agenten des britischen MI-6 erstellt wurde. Sie unterstellt Donald Trump »lustvolle« Aktivitäten beim Besuch von Prostituierten in Moskau und spricht von seinen Verbindungen zu russischen Persönlichkeiten, die ihm angeblich bei seiner Präsidentschaftskampagne geholfen hätten.
Sehr schnell zeigte sich, dass diese Akte eine grobe Fälschung war, aber die amerikanischen und europäischen Medien sahen sie als eine Gelegenheit, die Wahl Trumps zu delegitimieren. Im Oktober 2021 verliert der aufgeblasene Skandal all seine Luft. Es bestätigt sich, was schon lange vermutet wurde: Die Akte ist komplett gefälscht. Der Anwalt von Hillary Clinton, Michael Sussmann, wird angeklagt, das FBI belogen zu haben.[193] Steeles »Informant« Igor Danchenko wurde ebenfalls vom FBI angeklagt:[194] Er hatte seine Informationen von einem Bekannten der Clintons bekommen. Somit wurde die Akte nicht nur von Hillary Clintons Wahlkampagne und vom Demokratischen Nationalkomitee (DNC) bezahlt,[195] sondern ihre lügenhaften Anschuldigungen kamen sogar aus dem Umfeld der Clintons. In Wirklichkeit hatte Danchenko bereits im Januar 2017 gegenüber dem FBI zugegeben, dass es sich bei dem Dossier um eine Fälschung handelte,[196] doch niemand nahm dies wahr und das Team von Hillary Clinton log von Anfang an über die Finanzierung des Dossiers …
Um es kurz zu machen: Die Akte war ein großer Schwindel und wurde völlig vom FBI »entzaubert«, wie es die Associated Press bereits im April 2019 angekündigt hatte.[197]
Conspiracy Watch versucht, die Bedeutung der Steel-Akte kleinzureden.[198] Sie war jedoch wichtig, weil sie den »Beweis« lieferte, dass Trump manipuliert worden sei. Sie bildete das »Motiv« Russlands, Trumps Wahl zum Präsidenten zu fördern. Nachdem das »Motiv« nicht mehr vorhanden ist, ist auch das Interesse Russlands nicht mehr erkennbar, ein politisches Risiko einzugehen und sich in die Wahl einzumischen. Im Übrigen ist Donald Trump, wie unser Anhang 1 zeigt, womöglich derjenige Präsident, der während seines Mandats die meisten »antirussischen« Maßnahmen in der jüngsten Geschichte ergriffen hat.
193
»U. S. v Michael Sussmann indictment«, The Washington Post, 16.9.2021
194
https://www.justice.gov/opa/press-release/file/1446386/download
195
Adam Entous, Devlin Barrett & Rosalind S. Helderman, »Clinton campaign, DNC paid for research that led to Russia dossier«, The Washington Post, 24.10.2017
196
https://mate.substack.com/p/russiagate-has-no-rock-bottom
197
Mike Schneider, »Florida officials say no hacking, despite Mueller report«, AP News, 19.4.2019; Aaron Maté, »The end of Russiagate«, Le Monde diplomatique, 5.2019
198
»Les Déconspirateurs – l’émission #08«, ConspiracyWatch.info/YouTube, 15.12.2021