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Einundzwanzigster Januar

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Es war einmal ein Tag im Januar. Genauer gesagt war es der einundzwanzigste Januar. Es war ein winterlicher Tag. Das war kein Wunder, denn der Januar ist ein Wintermonat. Der erste Monat, der im Winter begann und im Winter endete. So einen Monat sollte es nur noch einmal geben und zwar im Februar. Im Dezember begann der Winter und im März endete er. Meteorologisch begann der Winter natürlich am ersten Dezember und endete am letzten Tag im Februar. Doch die Jahreszeit Winter begann erst Ende Dezember.

Nun war es - wie gesagt - der einundzwanzigste Januar. Dieser Tag war ein Wintertag. So wie es sich für einen Januartag gehört. An diesem Tag war Karl mit seinen Eltern unterwegs. Die Drei waren nicht mit dem Auto und auch nicht mit dem Fahrrad unterwegs. Die Drei waren zu Fuß unterwegs.

Die Drei wollten nicht in die Stadt. Sie wollten nichts einkaufen. Zu mindestens heute war dies nicht der Fall. Sie gingen nicht Nahrung kaufen. Sie wollten keine elektronischen Geräte kaufen. Die Drei wollten nur spazieren gehen.

Karl wohnte mit seinen Eltern in einem Mehrfamilienhaus. Pro Eingang gab es sechs Mieter, die sich auf drei Stockwerke verteilten. Hinter dem Haus gab es einen Weg. Dieser führte an Gärten vorbei und dann zu einem Wald. Genau diesen Weg gingen die Drei.

Da es - wie schon gesagt - ein Wintertag war, sahen die Drei überall Schnee. Auf dem Weg und daneben. In den Gärten lag Schnee und auch im Wald. Es war klar, dass der Schlitten von Karl nicht zu Hause blieb. Er musste mit. Natürlich zog Karl den Schlitten nicht selber. Seine Eltern zogen den Schlitten, während Karl darauf Platz nahm.

So ging es den Weg entlang. Zuerst an den Gärten vorbei, wo sich der Schnee häufte. Die Beete, das Gras und die Lauben waren schneebedeckt. Karl konnte in einige Gärten sehen. In einigen Gärten sah er eine Hollywoodschaukel. Auch diese war schneebedeckt.

In andere Gärten konnte Karl nicht gucken, da die Sicht durch eine schneebedeckte Hecke verdeckt war. Das machte aber nichts. Schließlich war sein Ziel eher Schlitten fahren und nicht in fremde Gärten zu gucken.

Nachdem die Drei die Gartenanlage passiert hatten, sahen sie ein freies schneebedecktes Feld. Am Wegesrand standen einige Bäume, die ebenfalls schneebedeckt waren. Die Drei gingen unter den Bäumen, da der Weg dort entlang führte. Über das Feld gehen wollte keiner der Drei. Sie blieben auf dem Weg, an dem einige Bäume standen.

Es kam, wie es kommen musste, ein schneebedeckter Baum konnte die Last nicht mehr tragen. Die Schneelast fiel herab. Genau in diesem Moment waren Karl und seinen Eltern darunter. Sie bekamen den Schnee ab, doch es störte sie nicht. So viel Schnee war es ja nicht. Kurz den Schnee abschütteln und es ging weiter.

Die Drei gingen einen kleinen Berg hinauf, bogen links ab und dann ging es wieder bergab. Die Drei bogen anschließend nach rechts ab und drehten eine kleine Runde. Am Ende kamen sie wieder am Berg an. Sie gingen diesen hinauf, bogen diesmal rechts ab und liefen weiter.

Nach einigen Minuten kamen sie wieder an der Gartenanlage vorbei. Einige Meter später waren die Drei wieder zu Hause. Der Schlitten wurde im Keller verstaut, Mützen und Handschuhe wurden ausgezogen und die Jacken an die Garderobe gehängt. Am nächsten Tag wollten die Drei vielleicht wieder einen Spaziergang machen. Sofern alle Zeit hatten und das Wetter mitspielen sollte.

Erzählen-AG: 366 Kindergeschichten

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