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Fünfter Februar

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Es war einmal ein Mädchen, das in die vierte Klasse einer Grundschule ging. Dieses Mädchen wurde von seinen Eltern ursprünglich Ramona genannt. Doch diesen Namen hörte sie nur, wenn sie etwas angestellt hatte. Wenn Ramona mal böse war. Sonst wurde sie nur Mona genannt - von ihren Eltern und von ihren Freunden.

Mona spielte gerne. Manchmal spielte Sie mit ihren Eltern und manchmal mit ihren Freunden. Manchmal spielte Mona zu Hause und manchmal in der Schule. In der Schule spielte Mona natürlich nur, wenn es erlaubt war. Mona spielte in den Pausen und manchmal im Sportunterricht.

Mona spielte gerne Schiffe versenken. Mona konnte von dem Spiel nicht genug bekommen. Selbst wenn sie hundert Mal hintereinander verlor, sie mochte das Spiel trotzdem. Sie spielte es in fast jeder Freizeit.

Wenn Mona in der Schule war, spielte sie Schiffe versenken nur in den Pausen. Allerdings spielte Mona nicht in jeder Pause. Wenn eine große Hofpause war, spielte sie nicht. In der großen Hofpause waren die Schüler und Schülerinnen auf dem Schulhof. Drinnen durften sie nur sein, wenn es draußen regnete oder wenn es heftig schneite. Draußen spielte sich Schiffe versenken aber schlecht. Drinnen war es besser. So spielte Mona mit ihrer Banknachberin oder einem Banknachbarn in jeder kleinen Pause. Genug Zettel hatte Mona immer dabei. Zwei Stifte auch lagen ebenfalls bereit.

Anfangs hatte Mona immer weißes Papier mit. Auf diesem musste das Spielfeld erst noch gezeichnet werden. Doch dies änderte sich im Laufe der Zeit. Das Spielfeld für Schiffe versenken änderte sich kaum. Meist gab es ein Zehn-mal-zehn-Raster. Dieses konnte eigentlich schon vorbereitet werden. So entwarf Mona an ihrem Computer ein Spielfeld. Nein, sie entwarf zwei. Eines war die leichte Variante und eines war die schwere Variante von Schiffe versenken.

In der leichten Variante war oben auf dem Blatt das gegnerische Feld, unten das eigene. Oben trug der Spieler selbst ein, welches gegnerische Feld schon beschossen wurde. Unten war das eigene Feld. Wenn der Gegner ein Feld beschoss, wurde es im unteren Spielfeld eingetragen.

Bei der schweren Variante gab es nur das eigene Spielfeld auf dem Blatt. Ob der Spieler ein gegnerisches Feld zweimal beschoß, war nicht zu sehen. Wer ein gutes Gedächtnis hatte, konnte dem entkommen. Wer ein schlechtes Gedächtnis hatte, schoss eben auf ein Feld mehrmals. Ein Sieg war so nur schwer zu erreichen. Nachdem Mona beide Varianten gezeichnet hatte, druckte Mona diese einige Male aus und nahm die Blätter mit zur Schule.

Wenn Pause war, holte sie zwei Blätter raus und es wurde los gespielt. Wie viele Schiffe platziert werden konnten, wie groß die einzelnen Schiffe sein durften, wurde erst vor dem Spiel entschieden. Manchmal gab es nur Schiffe der Länge eins. Dann wurden gleich zehn davon platziert. Mal gab es nur Schiffe der Länge fünf. Dann gab es davon maximal fünf Stück.

Meistens gab es sieben Schiffe, die unterschiedlich lang waren. Zwei Schiffe der Länge eins, zwei Schiffe der Länge zwei und jeweils ein Schiff der Länge drei, vier und fünf. Mona platzierte ihre Schiffe auf dem Spielfeld. Ihr Gegner oder ihre Gegnerin auch platzierte ebenfalls ihre Schiffe. Dann wurde gewürfelt, wer anfangen konnte. Mal fing Mona, mal war es ihr Gegenspieler. Anschließend wurde nacheinander ein gegnerisches Feld beschossen. Wenn es einen Treffer gab, durfte ein zweites Mal ein gegnerisches Feld gewählt werden.

Es wurde solange gespielt, bis alle Schiffe eines Spielers versenkt waren. Manchmal klingelte es zu früh. Dann wurde das Spiel in der nächsten Pause fortgesetzt. Irgendwann war aber jedes Spiel einmal zu Ende. Irgendwann siegte eine Seite. Mal war es Mona, mal ihr Gegenspieler oder ihre Gegenspielerin.

Erzählen-AG: 366 Kindergeschichten

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