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Siebenundzwanzigster Januar

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Es war einmal ein Jäger, der den Namen Niklas trug. Niklas war der königliche Jäger und bekam den Auftrag, die Tochter des ehemaligen Königs zu töten. Niklas wollte es nicht tun, doch er musste. Sonst würde er selber sterben müssen.

Niklas begleitete die königliche Tochter in den Wald. Dort wollte er Linda, so war der Name der Tochter des ehemaligen Königs, erschießen, doch es kam - glücklicherweise - anders. Linda hatte eine Idee, wie das Leben der beiden gerettet werden könne. Linda verschwand aus dem Königreich und der Jäger brachte der neuen Königin, die die Auftraggeberin war, ein Herz. Die Königin, die den Namen Monika trug, erkannte glücklicherweise nicht, dass das Herz von einem Wildschwein war. Sonst hätte es böse enden können.

So aber ging Linda einen Weg, der sie aus dem Königreich führte. Am Rande des Königreiches war eine Brücke. Diese Brücke musste Linda gehen und dann war sie in einem anderen Königreich. Linda überquerte die Brücke und war nun sicher vor Monika. Vorerst zu mindestens.

Der Weg, den Linda ging, führte durch einen Wald. Linda sah weder rechts noch links irgendjemanden. Linda sah einige Tiere und viele Pflanzen. Nachdem Linda einige Stunden ging und sieben Brücken überquerte, wurde es langsam dunkel. Der Tag verabschiedete sich langsam, als Linda ein Haus sah.

Linda war müde. Hunger hatte sie auch. So ging Linda zu dem Haus. Sie hoffte, dort jemanden zu finden, der ihr ein Bett gewährte und etwas zum Essen geben konnte. Linda klopfte. Einmal. Zweimal. Linda klopfte ein drittes Mal. Keiner öffnete. Sie versuchte, die Türklinke hinunter zu drücken und es gelang ihr. Der Bewohner oder die Bewohnerin des Hauses hatte vergessen, die Tür abzuschließen.

Linda ging in das Haus und sah einen Tisch, der mit sieben Tellern, sieben Gabeln und sieben Bechern gedeckt war. Linda nahm von einem Teller etwas. Sie trank aus einem Becher. Dann ging sie in ein zweites Zimmer, wo sieben Betten standen. Linda war müde. Sehr müde. Sie versuchte, sich in das erste Bett zu legen, doch das Bett war zu klein. Sie versuchte die anderen Betten, doch allesamt waren zu klein.

In diesem Haus mussten Zwerge leben, anders konnte es nicht sein. Da Linda kein passendes Bett fand, legte sie sich eingeengt auf das größte Bett und schlief ein.

Einige Minuten später kamen die Bewohner des Hauses. Die Bewohner waren in der Tat Zwerge, so wie es sich Linda dachte. Die Zwerge gingen hinein und setzten sich an dem Tisch. Ein Zwerg sah, dass jemand von seinem Teller gegessen hatte. Ein anderer bemerkte, dass jemand aus seinem Becher getrunken hatte. Als ein dritter Zwerg sah, dass die Türe zum Schlafzimmer offen stand, erhoben sich die sieben Zwerge und gingen vorsichtig in das Schlafzimmer. Dort sahen sie Linda, die seelenruhig schlief.

Die Zwerge wollten Linda nicht aufwecken und gingen zurück zum Tisch. Dort aßen und tranken Sie, wobei das Essen und das Trinken geteilt wurde. Schließlich hatte ein Zwerg kein Essen und ein anderer kein Trinken.

Nachdem die Zwerge gegessen hatten, gingen sie schlafen. Da ein Bett besetzt war, wurden die Betten getauscht. Der kleinste Zwerg musste sein Bett für den zweitkleinsten räumen. Der zweitkleinste Zwerg räumte sein Bett für den drittkleinsten. Der zweitgrößte Zwerg machte Platz für den größten. So hatten alle Zwerge ein Bett, nur der kleinste nicht. Er schlief auf dem Boden bis zum nächsten Tag. Dann wollten die Zwerge in Erfahrung bringen, wer da noch bei ihnen schlief. Wer dieses Mädchen war und woher es kam.

Erzählen-AG: 366 Kindergeschichten

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