Читать книгу ...denn ihrer ist das Himmelreich - Jost Müller-Bohn - Страница 58

22.
Februar

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„Sei nicht unter den Säufern und Schlemmern: denn die Säufer und Schlemmer verarmen und ein Schläfer muss zerrissene Kleider tragen.“

Sprüche 23,20.21

Ihr habt gewiss schon einmal einen betrunkenen Menschen gesehen, wie er durch die Straßen torkelt und allerlei dummes Zeug redet. Wer Schnaps und viel Wein oder Bier trinkt, der wird betrunken und weiß nicht mehr, was er redet und kann auch nicht mehr gerade laufen. Manche Männer versaufen ihr ganzes Geld. Ihre Kinder haben nichts zum Essen und kaum Kleider zum Anziehen. Es herrscht viel Not und Elend in solchen Familien. Einige Männer schlagen sogar ihre Frauen, wenn sie betrunken sind. Manche werden so zornig, dass sie die ganze Wohnungseinrichtung zerstören. Andere setzen sich im Alkoholrausch ins Auto und wollen in diesem Zustand den Wagen lenken. Viele sind dabei schon tödlich verunglückt oder haben andere Menschen, die nichts getrunken hatten, totgefahren. Darum lesen wir in der Bibel, dass wir keine Säufer sein sollen.

Als kleiner Junge wurde ich von einer Familie zur Konfirmation eingeladen. Diese Familie war sehr arm. Die älteste Tochter hatte Konfirmation. Das ist eine Einsegnung, die Kinder bekommen, wenn sie ungefähr 14 Jahre alt sind. Sie sollen dann in der Kirche versprechen, dass sie Gott gehorsam sein wollen. Zu diesem Fest werden die Bekannten und Verwandten eingeladen. Aber der Vater, die Mutter und die Kinder dieser armen Familie lasen nie in der Bibel und glaubten auch nicht an den Herrn Jesus. Als der Gottesdienst zu Ende war, gingen sie alle nach Hause und begannen nun, auf ihre Weise zu feiern. Sehr viel Schnaps und Wein wurde getrunken. Ich war damals erst sechs Jahre alt und wollte nur Kuchen, Schokolade und Bonbons essen. Da gaben mir die anderen Kinder, die schon etwas älter waren, ein Glas mit Rotwein zu trinken und sagten, es wäre Himbeersaft. Sie hatten in den Wein Zucker geschüttet, damit ich es nicht merken sollte. Dieses rote Getränk schmeckte sehr komisch und kratzte so im Hals.

Als ich später die Treppe hinunterging, um nach Hause zu gehen, wurde mir ganz schwindlig. Dann klingelte ich an unserer Haustür. Die Mutti öffnete, bemerkte aber nichts, sondern ging zu meinem Brüderchen, das noch sehr klein war. Bei mir drehte sich alles im Kopf herum, ich wusste gar nicht mehr, wo ich war.

Ich taumelte zum Küchenschrank und begann, die Töpfe, Backformen und Pfannen auszuräumen. Als meine Mutti kam, wollte ich gerade in den Schrank klettern. „Was machst du denn da, Junge?“ rief die Mutti ganz entsetzt.

„Ich will schlafen gehen, das ist doch mein Bett“, lallte ich. Energisch zog die Mutti mich aus dem Schrank, da bemerkte sie, dass ich betrunken war.

„Pfui! wie stinkst du denn, du bist ja betrunken!“ sagte sie. Mir war damals so elend, ich musste mich übergeben und hatte mächtiges Bauchweh.

Am nächsten Morgen dachte ich: Nein, ich will nie wieder Alkohol trinken, sonst geht es mir wieder sehr schlecht.

Seht ihr den betrunkenen Jungen zwischen den großen Weinfässern liegen? Er sollte für den Wirt Wein holen und hat nun selbst davon zu viel getrunken. Nun geht es ihm genauso übel und schlecht, wie es mir damals ging. Wenn Kinder zu viel Wein trinken, können sie sehr krank werden oder auch sterben. Viele Menschen sterben sehr früh, weil sie viel Alkohol getrunken haben.


Nun wollen wir beten: Lieber Gott, wir wollen keine Säufer werden, denn dann kommen wir in viele Sünden und machen unser ganzes Leben damit kaputt. Bewahre uns und hilf den Kindern, deren Väter Trinker sind, damit sie nicht von ihnen geschlagen werden. Amen.

...denn ihrer ist das Himmelreich

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