Читать книгу ...denn ihrer ist das Himmelreich - Jost Müller-Bohn - Страница 62
26.
Februar
Оглавление„Darum bete jeder, der von Gott weiß, zur rechten Zeit zu ihm! Kommen dann mächtige Wasserfluten, werden sie ihn nicht erreichen. Du bist ja mein Schutz, du bewahrst mich vor Unheil, du umgibst mich, dass ich nur jubeln kann.“
Psalm 32,6.7; Bruns
Im Winter brausen mächtige Stürme übers Meer. Es können dann so hohe Wellen entstehen, dass die Deiche am Strand zerbrechen. Darum wollen wir heute die Geschichte hören von einer Frau, die rechtzeitig zu Gott betete und deren Kinder von den Engeln Gottes wunderbar bewahrt wurden.
Eine arme Witwe wohnte mit ihren zwei Kindern am Meer. Schon am Morgen um sechs Uhr musste sie von ihnen Abschied nehmen, um in die Stadt zur Arbeit zu gehen, damit sie ihre Kinder ernähren konnte.
„Mutter, gib uns Brot“, riefen die Kleinen, „damit wir etwas zu essen haben, wenn wir Hunger bekommen.“ Die Mutter holte den Rest Brot, der noch im Brotkorb war, und gab es ihnen. Dann sagte sie zu ihnen: „Wenn es dunkel wird, so fürchtet euch nicht, sondern betet zu dem Herrn Jesus, er wird euch bewahren.“ Sie legte den Kindern die Hände auf den Kopf und segnete sie: „Herr, behüte meine Kinder und bewahre sie.“ Dann ging sie aus dem Haus. Während der Arbeit dachte sie oft an die Kinder und betete für sie.
Plötzlich kam ein großer Sturmwind. Die Wellen des Meeres schäumten fürchterlich, die Deiche brachen und die ganze Gegend wurde vom Wasser überschwemmt. Viele Häuser wurden von den Fluten einfach fortgerissen. Die Sturmglocke ertönte und Tausende von Menschen flüchteten auf einen Hügel, um ihr Leben zu retten. Ihre Wohnungen und die armen Tiere mussten sie leider zurücklassen. Das Wasser drang auch in die Wohnung der armen Witwe ein. Als die Mutter in der Stadt den Sturm heulen hörte, betete sie noch mehr zu Gott: „Herr, erhalte mir meine Kinder!“ Am Abend ließ der Sturm nach und die Wellen gingen zurück ins Meer. Nun kamen die Menschen wieder in ihre Wohnungen. Die Witwe eilte auch nach Hause, ihre kleine Hütte stand noch. Schnell öffnete sie die Tür, da sah sie die beiden kleinen Kinder Arm in Arm auf dem Tisch liegen und schlafen. Sie küsste die Kinder und weinte vor Freude. Die Kinder erwachten und blickten die Mutter ganz erstaunt an. - „Wer hat euch denn gerettet?“ fragte die Mutter.
„Der liebe Heiland. Wir haben zu ihm gebetet, wie du es uns immer gesagt hast. Als das Wasser in die Stube kam, da stiegen wir einfach auf den Stuhl und von da kletterten wir auf den Tisch. Wir haben zu Gott gebetet und sind dann eingeschlafen.“
Die Mutter sagte voller Dankbarkeit: „Nun wollen wir aber in allen Lebenslagen, auch wenn keine Gefahr besteht, dem allmächtigen Gott vertrauen, der so herrlich unser Gebet erhört hat und euch aus der größten Not errettet.“
Seht, ihr Kinder, wie die Menschen auf unserem Bild vor Angst zu Gott schreien. Aber nicht nur in der Not, sondern allezeit wollen wir beten.
Jetzt auch - lasst uns beten: Herr, wir danken dir, dass bisher keine Katastrophen gekommen sind, keine Meeresfluten, keine Erdbeben, keine Krankheitsepidemien und keine Hungersnot. Du bist ein starker Retter, wenn Gefahr ist. Dir wollen wir allezeit vertrauen. Amen.