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VI

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Eine gute halbe Stunde später war das Fest in vollem Gange.

Linguri hatte mit Hilfe einiger Frauen Braten, Gemüse und weitere Beilagen aufgetragen.

Obwohl er schon bei Torrini gegessen hatte, verspürte Kuja angesichts des überaus leckeren Geruchs, der ihm in die Nase stieg, erneut großen Hunger. Er sollte es auch nicht bereuen. Linguri war ein wirklich ausgezeichneter Koch. Der Braten, aber auch das Gemüse schmeckten noch viel besser, als es der Geruch verhieß. Kuja langte kräftig zu und nahm auch noch einmal Nachschlag. Giovanni tat es ihm gleich, während Tizian sich mit einer ordentlichen Portion begnügte, sich danach aber doppelt auf den Nachtisch stürzte, einem sehr leckeren, süßen Brei aus gestampften Äpfeln und Birnen und in Honig karamellisierten Nüssen.

Am Ende waren alle drei rundum satt und zufrieden. Einen Nachteil hatte Linguris Essen aber dann doch: Es war sehr kräftig gewürzt und gehaltvoll. Das hatte zur Folge, dass die drei Freunde zum Essen jeweils zwei Schnäpse trinken mussten, um den Magen zu besänftigen.

"Und?" fragte Avato. "Hab ich zu viel versprochen?"

Kuja schüttelte den Kopf. "Ganz im Gegenteil!" Er drehte sich herum. "Linguri?"

"Ja?" Der Koch saß einen Tisch weiter.

Kuja hob seinen Krug. "Das Essen war absolut köstlich. Kompliment an deine Künste!"

Linguri wurde augenblicklich puterrot, doch grinste er bis über beide Ohren. Auch er hob seinen Krug. "Vielen Dank Herr!"

Kuja wollte ansetzen, als er merkte, dass der Krug so gut wie leer war.

Avato registrierte das, griff nach einem vollen Krug in der Mitte des Tisches und schob ihn Kuja vor die Nase. Der sah ihn zunächst überrascht an, doch Avato nickte einfach nur mit einem Grinsen und so nahm er ihn und trank einen Schluck daraus.

Das wiederum bekam Tizian mit. Er beugte sich zu Kuja. "Du wolltest es bei einem Krug belassen!" sagte er mit ernster Miene.

Kuja nickte. "Das Essen war aber sehr gut gewürzt! Ich habe Durst!" verteidigte er sich.

"Trotzdem!" beharrte Tizian jedoch.

"Du solltest es wirklich lassen!" Ohne dass es die beiden gemerkt hätten, hatte sich Giovanni zu ihnen gebeugt.

"Was?" Kuja war sichtlich erstaunt, dass ausgerechnet sein dunkelhaariger Freund für Tizian Partei ergriff. Normalerweise war er immer derjenige, der zu allen Schandtaten bereit war. "Warum?"

"Weil du wohl besser nüchtern bleiben solltest!" Giovanni sah ihn mit einem merkwürdigen Grinsen an.

"Warum?"

"Weil du...!" Sein Freund drehte seinen Kopf und sah zur anderen Seite der Schankstube. "...schon seit geraumer Zeit beobachtet wirst!"

Kuja war nicht betrunken - und auch noch weit davon entfernt.

Vielleicht war er ein wenig angeheitert, aber lange noch nicht genug, als das er nicht noch genau mitbekommen hätte, was um ihn herum geschah.

Und deshalb wusste er, wovon Giovanni sprach, noch bevor er seinem Blick folgte.

Sie war ihm schon aufgefallen, als sie zusammen mit den anderen Frauen zu Beginn der Feier in die Schankstube gekommen war. Neben ihrer offensichtlichen Schönheit, war es ihr aufrechter Gang gewesen, der sie größer und irgendwie...edler gegenüber den anderen Damen hatte wirken lassen.

Danach konnte er sie stets nur für einen kurzen Augenblick erhaschen, musste aber immer wieder feststellen, dass auch ihr Blick offensichtlich in seine Richtung ging.

Dann wurde das Essen aufgetragen und diese Frau brachte eine große Platte mit saftigem Wildschweinbraten direkt an seinen Tisch. Kuja wusste, dass dies von ihr beabsichtigt gewesen war, denn sie drängelte sich geschickt und ohne Mühen nach vorn.

Als sie dann direkt vor ihm stand, hielt sie seinem Blick stand und konnte ihn damit sogar einfangen.

Oh ja, diese Frau - sie mochte Anfang/Mitte zwanzig sein - war wirklich bildschön...und sie sah seiner geliebten Mariella ziemlich ähnlich. Auch ihr Haar war lang, fiel bis in die Rückenmitte und kräuselte sich dabei in kleine Naturlocken, wenngleich es hellblond war und nicht pechschwarz, wie das seiner baldigen Ehefrau. Auch waren ihre Augen nicht hellblau, wie die von Mariella, sondern smaragdgrün, doch konnten sie ebenso strahlend funkeln, wenn sie lächelte. Und genau das tat sie. Ein sinnlicher Mund mit feinen Lippen, hohe Wangenknochen, ebenmäßige Gesichtszüge und eine samtige Haut waren weitere Gemeinsamkeiten mit seiner Verlobten.

In Gedanken sah er Mariella vor sich und wünschte sich nichts sehnlicher, als sie hier in diesem Augenblick so nah bei sich zu haben, wie diese junge Frau es gerade war. Fast hätte er seine Hände nach ihr ausgestreckt, bis er beinahe schon entsetzt erkannte, dass er das tatsächlich tat. Glücklicherweise konnte er gerade noch verhindern, sie um die Hüften der fremden Frau zu legen. Stattdessen legte er sie auf ihren rechten Arm.

Sie sah ihn mit funkelnden Augen und einem sinnlichen Lächeln direkt an.

Daraufhin fragte er sie nach ihrem Namen.

"Marietta!" antwortete sie.

Kuja glaubte beinahe, sich verhört zu haben. Dieses wunderbare Geschöpf war seiner Mariella nicht nur sehr ähnlich, sondern hatte fast auch den gleichen Namen.

Kuja ließ ihren Arm los. Als Marietta sich wieder vom Tisch wegdrehte, tat sie es so, dass Kuja ungehindert einen Blick in den Ausschnitt ihres Kleides werfen konnte. Es war nur ein einfaches, grob gewirktes Kleid. Doch der Gürtel um ihre Hüften war fest zusammengebunden und zeigte eine sehr schmale Taille. Das Oberteil war etwas zu groß geraten, was aber in diesem Moment den Vorteil hatte, dass Kuja Größe und Form ihrer Brüste gut erkennen konnte. Eine Handvoll, dachte er, so wie bei Mariella und ganz so, wie ich es mag!

Einen Augenblick später - Marietta war auf dem Weg zu ihrem eigenen Platz - versteifte sich Kuja und sein Lächeln verschwand schlagartig, weil er spürte, wie sich in seiner Hose deutlich etwas regte. Der Anblick dieser Frau und die Gedanken an seine geliebte Mariella erzeugten eine ausgewachsene Erektion bei ihm. Er spürte, wie die Hitze aus seinen Lenden in seinen Kopf stieg.

Oh, was hätte er dafür gegeben, Marietta jetzt von hier fort zu führen, um mit ihr eine heiße, leidenschaftliche Nacht zu verbringen.

Was? Kuja erschrak. Hatte er da gerade Marietta gedacht, anstatt Mariella?

Er wusste es nicht mehr, doch war ihm klar, dass und wie ausgehungert er nach körperlicher Liebe war. Es wurde wirklich Zeit, dass er wieder nachhause kam. All das, was sich in ihm angestaut hatte, musste endlich wieder raus und er befürchtete, dass er dazu mehr als nur eine Nacht brauchen würde.

Fast wäre er in seinen Gedanken weiter gefangen geblieben, wenn ihn nicht seine beiden Freunde und die anderen Männer am Tisch mit ihren Gesprächen abgelenkt hätten.

Jedoch nicht vollkommen, denn immer wieder blickte er hinüber zu Marietta und irgendwie war er froh, zu sehen, dass sie seinen Blick unauffällig, aber funkelnd erwiderte.

"Ja, ich weiß!" antwortete er daher wahrheitsgemäß, als Giovanni ihn darauf hinwies. "Ihr Name ist Marietta!"

"Sie ist hübsch!" meinte Tizian und nickte.

"Was?" rief Giovanni aber sofort und starrte seinen Freund mit großen Augen an. "Du hast wirklich keine Ahnung von Frauen, was? Sie ist bildschön, Alter!" Er drehte sich wieder zu ihr und betrachtete sie nochmals.

Natürlich schaute Marietta in diesem Moment nicht mehr zu ihnen. Doch in dem kleinen Augenblick, als Giovanni sich direkt an Tizian wandte, hatte sie ihren Kopf ganz schnell wieder in Kujas Richtung gedreht, ihn direkt angesehen und ein sanftes, sehr sinnliches Lächeln war zu sehen gewesen, bevor sie ihren Kopf gerade rechtzeitig wieder umgewandt hatte, dass seine Freunde es nicht mitbekamen.

"Sie heißt nicht nur fast so wie Mariella...!" meinte Tizian. "Sie sieht ihr auch sehr ähnlich!"

Giovanni sah den Blonden wieder direkt an, dann grinste und nickte er. "Da hast du allerdings Recht!" Er drehte sich zurück und sah Marietta erneut an. "Oh Mann, ist die süß!" Er atmete einmal hörbar durch. "Und heiß!" stieß er schmachtend hervor. "Da könnte ich mich glatt vergessen!" Er stöhnte lustvoll, doch dann wandte er sich an Kuja und sah ihn mit einem breiten Grinsen direkt an. "Aber sie hat ihre Wahl leider schon getroffen!"

"Was?" Kuja lachte leise auf. "Wen?"

"Na dich, du Trottel!" Giovanni verzog die Mundwinkel und schüttelte den Kopf. "Du bist ein verdammter Glückspilz!"

"Was?" fragte Kuja erneut, doch dieses Mal zog er die Augenbrauen herab. "Bist du irre, hör mal?" Er wartete, bis Giovanni ihn ansah. "Ich habe schon eine Braut. Ich liebe Mariella!"

"Wer hat denn hier was von Liebe gesagt?" konterte Giovanni. "Ich rede von Sex, Mann! Wildem, schweißtreibendem, feuchtem Sex!" Seine Augen begannen bei seinen Worten zu leuchten.

"Und lauten, wuchtigen und tiefen Orgasmen!" fügte Tizian hinzu.

"Was, du auch?" Kuja war sichtlich perplex.

"Na ja!" meinte der Blonde. "Eigentlich war die Reise des Bräutigams für ihn stets die letzte Gelegenheit, sich noch einmal auszutoben, bevor er sein restliches Leben nur noch mit einer Frau...!" Tizian stoppte, weil Kujas Blick immer dunkler wurde.

"Ja!" rief der dann auch sofort aus. "Aber das war doch zu Zeiten, als die Ehe noch von den Eltern arrangiert wurde. Das hatte mit Liebe auch überhaupt nichts zu tun. Da konnte ich das noch verstehen!" Kuja schüttelte den Kopf. "Aber ich liebe Mariella doch und heirate sie aus freien Stücken, weil ich es will!" Er atmete hörbar durch und konnte dann nicht verhindern, dass sein Blick direkt auf Marietta zum Erliegen kam. "Ich kann das doch nicht tun. Das wäre doch nicht richtig!" Seine Stimme klang etwas hilflos. "Das wäre sündhaft und würde Schande über Mariella bringen!" Jetzt mischte sich auch Trauer in seine Stimme.

"Dazu müsste sie es aber auch erst einmal erfahren!" meinte Tizian lax.

"Was? Wie meinst du das?"

"Schau dir die Leute hier an!" erklärte stattdessen Giovanni. "Sie sind alle fröhlich und angetrunken und gehen voll in ihrem kleinen Fest auf. Ihre Häuser sind leer und draußen ist es mittlerweile dunkel Und ganz offensichtlich gehört sie zu Niemandem!" Er lächelte und zuckte in den Achseln. "Ich weiß nicht! Also mir würde das ausreichen!"

"Aber, nein...!" protestierte Kuja, schaute erneut zu Marietta hinüber, sah das Funkeln in ihren Augen, das einem großen JA glich und verlor seine Selbstsicherheit. "Ich...würde schon...gern, aber...!" Er schüttelte den Kopf. "...ich...!" Kuja atmete brummend aus und ließ die Schultern hängen. Dann sprang er auf. "Ich muss pissen!"

Tizian lachte leise auf und schüttelte ebenfalls den Kopf. Giovanni grinste breit und erhob sich neben Kuja. "Ich komme mit!"

Und gemeinsam gingen sie aus dem Schankraum hinaus in den angrenzenden Flur, wo sich auch der Toilettenraum befand.

Überraschenderweise stank es hier kaum noch nach Avatos Rosskur.

Kuja strebte sofort der Urinrinne zu. Giovanni aber stöhnte auf und verzog die Mundwinkel. "Oh, ich glaube, da bahnt sich Größeres an!" Und mit einem weiteren Stöhnen huschte er in eine der abgeschlossenen Kabinen.

Kuja lachte leise auf, öffnete seinen Reißverschluss und entleerte seine Blase. Dabei dachte er natürlich nochmals über das Gespräch mit seinen Freunden nach:

Ja, es stimmte. Marietta war süß und heiß und der Gedanke daran, sie haben zu können, erregte ihn außerordentlich. Aber du liebst doch Mariella! schalt ein Teil in ihm sofort. Tue ich auch! erwiderte ein anderer Teil in ihm. Daraufhin der eine: Dann höre auf, darüber nachzudenken und stehe zu deinen Worten. Bleib Mariella treu! Die Antwort des anderen Teils ließ etwas auf sich warten: Du hast Recht, verdammt. Ich werde bald der Fürst sein. Ich werde mich zurückhalten und Verzicht üben. Marietta mag verlockend sein, aber ich werde warten, bis ich zuhause bin und dann habe ich mit Mariella das wundervolle Original an meiner Seite! Damit gab sich die eine Seite natürlich sehr zufrieden: Respekt! Das ist sicher keine leichte Entscheidung gewesen. Aber es zeigt, dass du ein wirklich hervorragender Ehemann und Herrscher werden wirst! Darauf erwiderte die andere Seite nichts mehr.

Kuja verzog die Mundwinkel. Er beendete sein Geschäft und schloss seine Hose wieder. Er wusch sich die Hände und warf sich auch etwas kaltes Wasser ins Gesicht. Ja, es war die richtige Entscheidung, dachte er. Leider!

Da Giovanni noch nicht fertig war, beschloss er allein in den Schankraum zurück zu gehen. Dort würde er sein zweites Bier trinken, dann allein oder mit den anderen zurück zu Torrinis Hof gehen, versuchen Schlaf zu finden, um dann früh am Morgen diesen Ort und somit auch Marietta wieder zu verlassen.

Doch er war kaum auf den kleinen Flur hinausgetreten und hatte die Tür zum Toilettenraum geschlossen, als er erkennen musste, dass er sich etwas vorgemacht hatte.

Denn im selben Moment trat Marietta aus einer dunklen Nische gegenüber der Tür in den Flur und stand direkt vor ihm.

Kuja konnte nicht verhindern, dass er leicht erschrak.

Marietta blickte sich zu beiden Seiten um, dann sah sie ihm direkt in die Augen. Kuja konnte sehen, dass sie funkelten, obwohl kein Lächeln auf ihren Lippen lag, sie sogar sehr ernst blickte.

Kujas Körper versteifte sich für einen kurzen Moment, doch reichte er aus, dass Mariettas Kopf nach vorn zucken und sie ihn kurz, aber sehr feucht und leidenschaftlich küssen konnte. Ihre Lippen waren weich, ihre Zunge heiß und fordernd, der Duft ihrer Haut betörend. Sie stöhnte dabei und drückte ihre Hüften sanft gegen seine.

Gerade, als Kuja sich aus seiner Starre reißen konnte, zog sie ihren Kopf auch schon wieder zurück. Noch immer blickte sie ernst, doch ihre Augen funkelten sogar noch wilder. "Ich werde jetzt gehen!" hauchte sie, während sie ihre linke Hand anhob und seine rechte Wange streichelte. Ihre Berührung wirkte wie elektrisierend auf Kuja. "Aber ich werde draußen warten!" Sie fixierte seinen Blick und Kuja spürte, wie ihn eine leichte Gänsehaut befiel. Noch einmal zuckte ihr Kopf unvermittelt nach vorn und es folgte ein zweiter, sehr kurzer, aber nicht minder leidenschaftlicher Kuss.

Dann zog sie sich wieder zurück und ging in Richtung Ausgangstür am anderen Ende des Flurs. Dabei hielt sie ihre Hand noch so lange, als möglich an seiner Wange und auch ihre Augen auf ihn geheftet. "Ihr habt zwei Minuten!" hauchte sie, dann hatte sie die Tür erreicht und entschwand, ohne sich noch einmal umzusehen.

Kuja spürte eine unglaublich tiefe und intensive Erregung in sich, die sich augenblicklich in einer hammerharten Erektion manifestierte. Sein Atem ging schneller, sein Puls ebenfalls. Mit dem Blick auf die Ausgangstür leckte er sich noch einmal die Lippen.

Dann war ihm alles klar: Das war es! sagte die andere Stimme. Was? protestierte sofort die eine. Aber es ist doch noch nicht einmal zwei Minuten her, dass du deine Liebe zu Mariella erklärt hast! Darauf erwiderte die andere Stimme: Ja, schon. Aber Mariella ist jetzt nicht hier. Aber ich bin jetzt geil. Ich habe das Gefühl, als würde ich gleich platzen. Ich muss mich entladen, bevor ich wahnsinnig werde. Dann ist alles wieder gut. Ich verspreche, es ist das letzte Mal, dass ich das tue. Ich werde nachhause zurückkehren, Mariella heiraten und sie nie wieder allein lassen! Der eine Teil in ihm fragte: Und du schwörst, ihr immer treu zu bleiben, bis an dein Lebensende? Der andere Teil in ihm antwortete: Ja, das werde ich! Dann huschte ein Lächeln über seine Lippen. Aber nicht heute!

Kuja wartete, bis Giovanni aus dem Toilettenraum kam. Das dauerte nur wenige Augenblicke. Als sein Freund ihn sah, schaute er ihn überrascht an. "Kuja!" rief er, denn er hatte offensichtlich nicht damit gerechnet, den Fürstensohn hier noch anzutreffen.

"Hör zu, Giovanni!" begann Kuja mit verzogener Miene. "Ich muss kurz...weg!" Er sah seinen Freud direkt an und hoffte, dass er verstand.

Das tat er auch. "Ach was?" Giovanni lachte heiser auf. "Aber na klar! Geh du nur. Wir warten hier auf dich!"

"Danke, alter Freund!" Kuja schlug ihm mit einem Lächeln auf die Schulter.

"Keine Ursache!" erwiderte Giovanni. "Wie ich schon sagte: Ich hätte es schon längst getan!"

Daraufhin musste Kuja grinsen. "Wir sehen uns!" Und damit strebte er auf die Ausgangstür zu.

"Klar!" Giovanni nickte und lächelte und sah seinem Freud noch hinterher, wie er durch die Tür verschwand, dann ging er zurück in den Schankraum.

Dort erkannte Tizian natürlich sofort, dass der Fürstensohn fehlte. "Wo ist Kuja?" fragte er.

Giovanni sah ihn nur an und grinste breit.

Der Blonde war für einen Augenblick sichtlich überrascht, dann aber blickte er zu dem Tisch hinüber, an dem Marietta gesessen hatte. Als er sie weder dort, noch sonst wo im Raum erblicken konnte, nickte er. "Alles klar!" Und dann musste auch er grinsen, während er sich wieder dem jungen Schmied zuwandte, der seinen vorsichtigen Avancen offensichtlich nicht abgeneigt zu sein schien.

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